Frohe Botschaft für geretteten Lkw-Fahrer: Neues Job-Angebot zu Weihnachten

Der Lkw-Fahrer Marius Waduwa bekam in Oberfranken große Hilfe bei einer Panne, doch danach kam die Arbeitslosigkeit. Jetzt hat er ein Job-Angebot bekommen.

Der Lkw-Fahrer, der in Marktschorgast (Landkreis Kulmbach) so große Hilfe erfahren hatte, hat nun ein neues Job-Angebot bekommen.

Ein Transport-Unternehmen aus Österreich hat sich beim bt gemeldet.

Lkw-Fahrer in Oberfranken gestrandet

Der Rumäne Marius Waduwa war am Wochenende vom 17. Dezember 2022 in Marktschorgast mit seinem Lkw gestrandet, Batterie und Standheizung waren bei klirrender Kälte ausgefallen. Polizei, Bürgermeister und viele andere helfende Hände aus Marktschorgast holten ihn aus der Patsche, verschafften ihm eine warme Mahlzeit und ein warmes Bett.

Das bt hatte darüber berichtet. Daraufhin hat sich nun ein Transport-Unternehmer aus Österreich beim bt gemeldet. „Guten Morgen nach Bayreuth!“, so fing die Nachricht vom heutigen 23. Dezember 2022 an. „Ich würde dem Fahrer aus Rumänien gerne eine Jahresstelle als Lkw-Fahrer anbieten!“

Das steckt hinter dem Job-Angebot

Das Angebot kommt vom österreichischen Unternehmer Robert Wohleb. Er betreibt die Transport-Firma „TirLog“ in Tirol. Das bt hat mit ihm gesprochen. „Es ist schon sehr schwierig, Fahrer mit Erfahrung zu bekommen“, sagt Robert Wohleb. Deswegen hoffe er, damit einen erprobten Lkw-Fahrer gewinnen zu können.

„TirLog“ fahre unter anderem in Österreich, Holland, Belgien, der Schweiz und in Italien. Das Unternehmen ist auf Sondertransporte spezialisiert, etwa für den Transport großer Holz-Mengen oder von Eisenbahnschienen. Das Job-Angebot gilt für den Standort in Österreich, dort beschäftigt das Unternehmen momentan fünf Fahrer.

Das Angebot sei nicht auf ein Jahr beschränkt, so Robert Wohleb. „Er kann bei mir auch zehn Jahre lang bleiben, wenn er will.“ Der Unternehmer verspricht vierzehn Monatsgehälter pro Jahr, dazu Spesen. „Frieren braucht er bei mir nicht.“

So hat der Lkw-Fahrer reagiert

Das bt hat das Job-Angebot an den 47-jährigen Marius Waduwa weitergeleitet und mit ihm dazu telefoniert. Kurz vor Weihnachten ist der Vertrag mit seiner bisherigen Firma ausgelaufen, nun ist er arbeitslos. Und: „Ich habe im Moment keine Wohnung“, sagt er. Bisher habe er im Lkw geschlafen. Dann ist er bei einem Freund untergekommen. Heute, am 23. Dezember 2022, will er fürs Weihnachtsfest in die Heimat nach Rumänien fahren. „Ich habe in Rumänien einen Sohn, er ist 16 Jahre alt.“ Rund 2.000 Kilometer liegen vor ihm.

Marius Waduwa freut sich über das Angebot aus Österreich: „In Österreich und Bayern sind die Leute offenherzig“, sagt er. Österreich würde ihm auch aus einem anderen Grund gefallen: „Ich liebe Ski-Fahren.“ Nach dem Telefonat mit dem bt wollte sich Marius Waduwa mit Robert Wohleb in Verbindung setzen. Vielleicht geht es für den Lkw-Fahrer nach dem Weihnachtsbesuch in Rumänien nach Tirol.

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