Alternative Antriebe: Nikola verleast 100 Wasserstoff-Lkw

Nikola fasst langsam wieder Tritt. Der Anbieter von Lkw mit alternativen Antrieben kann einen wichtigen Erfolg vermelden.

Erst vor Kurzem konnte Nikola den Beginn der Produktion seines Elektro-Lkw in Ulm melden. Jetzt hat die 2015 gegründete Firma einen weiteren Erfolg erzielt: Das Transportunternehmen PGT wird 100 Wasserstoff-Lkw des Typs Nikola Tre FCEV leasen. Die Lieferung soll 2023 beginnen, wenn die Produktion im Nikola-Werk in Coolidge in Arizona anläuft. Neben dem Leasing gehören auch die planmäßige Wartung sowie Lösungen zur Betankung der Lkw mit Wasserstoff zum Vertrag.

Die Wasserstoff-Variante des Nikola Tre soll mit einer Tankfüllung bis zu 800 Kilometer weit kommen und ist damit batterielektrisch angetriebenen Lkw überlegen. Zudem lässt sich Wasserstoff schneller nachtanken als Strom.

Anleger getäuscht

PGT beliefert unter anderem die Stahl- und die Automobilindustrie mit Material. Durch die Partnerschaft mit Nikola könne man den Kunden fortschrittliche Transportlösungen anbieten und deren CO2-Fußabdruck senken, sagte PGT-Präsident Gregg Troian. „Ein nachhaltiger Gütertransport wird die Sicherheit erhöhen, Kosten und CO2-Emissionen reduzieren und die wirtschaftliche Effizienz verbessern.“

Nikola ist vor gut einem Jahr in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass das Unternehmen die Anleger in die Irre geführt hatte. General Motors kündigte eine aussichtsreiche Kooperation zum Bau eines Elektro-Pick-ups, Vorstandschef Trevor Milton trat zurück.

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