Sektorales Lkw-Fahrverbot am Brenner aufgehoben

Grenzüberschreitende Bauarbeiten am Brenner haben Auswirkungen auf den Güterverkehr. Weil im August keine Züge rollen können, wird das sektorale Lkw-Fahrverbot aufgehoben.

Grenzüberschreitende Bauarbeiten zwischen Italien und Österreich haben ab dem 6. und bis zum 23. August erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Güterverkehr: Die Arbeiten machen eine Komplettsperre für den Eisenbahnverkehr erforderlich. Auch die Rollende Landstraße ist von der Sperre betroffen. Doch es gibt eine Alternative:

Aufgrund der speziellen Gegebenheiten der Bergstrecke und der engen Platzverhältnisse führe kein Weg an einer Sperre vorbei, zitiert der italienische Nachrichtensender RAI den Regionalleiter der ÖBB-Infrastruktur AG, Manuel Kieninger. Die Zufahrt zu einzelnen Baustellenbereichen sei vielfach nur über das Gleis möglich.

Die Komplettsperre für den Zugverkehr, die in besonderem Maße auch den intermodalen Gütertransport betrifft, hat Österreich zum Einlenken bewegt: In der Zeit zwischen dem 6. August und dem 23. August wird auf der Brennerachse das sektorale Fahrverbot im Straßengüterverkehr aufgehoben. Transportfahrzeuge mit Euro-VI-Motoren, die nach dem 31. August 2018 zugelassen wurden und vom sektoralen Fahrverbot betroffene Güter transportieren, können dann die Brennerachse nutzen.

Ein Befahren der österreichischen Autobahn A12 im Abschnitt Kufstein-Langkampfen-Innsbruck/Ampass ist somit auch für solche Lkw erlaubt, die etwa Abfälle, Steine, Schutt, Erde, Rundholz, Stahl, Zement, Getreide, Marmor oder flüssige mineralische Produkte, Gips und weitere Transportgüter transportieren. Für Fahrzeuge und Anhänger der Klassen M1/M2/N1 ist das sektorale Fahrverbot im genannten Zeitraum ebenfalls aufgehoben.

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