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Wir wünschen euch viel Spaß bei Brummi Online.
Alkoholtestgerät am Lenkrad kann betrunkene Fahrer stoppen
Bald könnten nicht nur die herkömmlichen Geräte
der Polizei, wie in unserem Bild, den Atemalkohol messen. Im Gespräch
sind auch Geräte im Wagen jedes Fahrers, mit denen sich das Auto im
Ernstfall gar nicht erst in Bewegung setzt. Foto: dapd
Verkehrsexperten der Grünen-Fraktion baten zum
Fachgespräch Verkehrssicherheit in den Landtag und diskutierten, ob
elektronische Alkoholmesser im Wagen betrunkene Autofahrer in Zukunft
vom Fahren abhalten sollten.
Erfurt. Der Vorfall, der sich wenige Tage vor Weihnachten in Arnstadt ereignete, taucht in der amtlichen Unfallstatistik gar nicht erst auf. Einem
Berufskraftfahrer war ein Kollege auf dem Betriebsgelände eines
Unternehmens aufgefallen, der kaum ansprechbar erschien und nach Alkohol
roch. Die herbeigerufene Polizei konnte keinen Alkoholtest durchführen,
weil der Fahrer einfach zu betrunken dafür war. "Hier könnten
sogenannte Alkointerlocks helfen, die in jedes Fahrzeug gehören, das von
Berufskraftfahrern gesteuert wird", forderte der Thüringer
Europaparlamentarier Dieter Koch (CDU) während eines Fachgesprächs zur Verkehrssicherheit auf Einladung der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne in Erfurt.
Bei
Alkointerlocks handelt es sich um elektronische Zündsperren, die
Autofahrer davon abhalten sollen, sich betrunken ans Steuer zu setzen.
Die Atemalkoholmesser sind an die Fahrzeugelektrik gekoppelt. Vor dem
Start des Motors müssen Fahrer ähnlich wie bei einer Polizeikontrolle
pusten. Sollte der jeweils gesetzlich zulässige Promillewert
überschritten sein, springt das Fahrzeug gar nicht erst an. Der
schwedische Autobauer Volvo bietet Alkointerlocks als Extra an - andere Hersteller zögern - mangels offenkundiger Kundenakzeptanz.
Alkointerloks bereits in Schweden im Einsatz Der
flächendeckende Einsatz solcher Hilfsmittel ist ein Punkt einer
Entschließung des europäischen Parlaments zur Verkehrssicherheit
zwischen Sevilla und Stockholm. Schweden
gilt dabei als Vorreiter bei den sensorischen Geräten. In dem
skandinavischen Land darf ein Arbeitgeber von seinen Angestellten die
Nutzung eines Alkolocks verlangen.
VADUZ - Die Regierung hat am Dienstag die
Änderung der Verkehrsregelnverordnung und der Verordnung über die
Arbeits-, Lenk- und Ruhezeit der Führer von Motorfahrzeugen zum Güter-
und Personentransport genehmigt.
Die Verkehrsregelnverordnung
(VRV) geht grundsätzlich davon aus, dass die Lenk- und Ruhezeit
fahrerbezogen zu erfolgen hat. Diese Bestimmung findet sich auch in der
Verkehrsregelnverordnung. Neu ist, dass in der Arbeits-, Lenk- und
Ruhezeit der Führer von Motorfahrzeugen zum Güter- und Personentransport
eine Wahlmöglichkeit festgehalten wird. Die
Führer von Motorfahrzeugen können die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeit
mit dem digitalen Fahrtschreiber oder analog auf einem Einlageblatt
dokumentieren.
Lasterfahrer mit Problemen auf Schnee - 60.000 Euro Schaden
Mehrere Unfälle auf A 7
Auf der schneebedeckten Fahrbahn der A 7 zwischen
den Anschlussstellen Gollhofen und Marktbreit kamen am Montagabend nach
Polizeiangaben mehrere Brummifahrer ins Schleudern und verursachten
dabei drei Verkehrsunfälle. Den Schaden beziffern die Beamten auf rund
60 000 Euro. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon.
Gegen 19.45 Uhr überholte ein 51-Jähriger aus Schwaben mit seinem
40-Tonner einen anderen Sattelzug. Auf der spiegelglatten Fahrbahn brach
laut Polizeibericht sein Auflieger aus und prallte gegen die
Mittelleitplanke. Der Fahrer versuchte erfolgreich sein schleuderndes
Gefährt wieder unter Kontrolle zu bringen. Allerdings benötigte er dazu
die gesamte Fahrbahnbreite. Er lenkte zunächst gegen, geriet auf den
rechten Grünstreifen, steuerte wieder nach links und kam schließlich auf
dem linken Fahrstreifen zum Stehen.
Der überholte Sattelzugfahrer touchierte laut Polizeibericht beim
Ausweichen leicht die Mittelschutzplanke, stieß gegen die
Sattelzugmaschine des 51-Jährigen und blieb auf dem Seitenstreifen
stehen. Teile, die beim Aufprall gegen die Leitplanke auf die
Gegenfahrbahn geflogen waren, beschädigten dort weitere Fahrzeuge. Nach
Angaben der Polizei wurde dabei niemand verletzt, obwohl ein Eisenteil
die Windschutzscheibe eines Lasters durchschlug.
Mehrere Streifen der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried waren
im Einsatz und leiteten den Verkehr in Richtung Kassel einspurig an der
Unfallstelle vorbei.
Zwei Stunden später und etwa zwei Kilometer nach der Unfallstelle hatte
wieder ein Lasterfahrer Probleme mit den Witterungsverhältnissen. Ein
33-jähriger Kraftfahrer aus Nordrhein-Westfalen war laut Polizeibericht
mit seinem Sattelzug ins Schlingern geraten und nach rechts von der
Fahrbahn abgekommen. Sein Auflieger stellte sich dabei quer und
blockierte anschließend den rechten Fahrstreifen. Die Feuerwehren aus
Uffenheim und Gollhofen sicherten die Unfallstelle ab und banden
ausgelaufenen Dieselkraftstoff ab.
Die havarierten Schwerlastfahrzeuge der beiden Unfälle mussten abgeschleppt werden.
Schließlich kam der Sattelzug eines 26-jährigen Mannes aus Thüringen
kurz nach 22 Uhr auf der Autobahn ins Rutschen, als er einen
Abschleppwagen überholen wollte. Sein langes Fahrzeug blieb rechtwinklig
zur Fahrtrichtung stehen und stieß noch etwas gegen die
Mittelschutzplanke. Der noch fahrbereite Lastzug konnte allerdings
schnell wieder zurückgezogen werden, so dass dort die Fahrbahn nur
kurzfristig blockiert war.
Angeblicher Flaschenwurf: Freispruch für Brummi-Fahrer
Wuppertal. Weil er aus dem Führerhaus seines Lkw
eine Glasflasche auf ein anderes Auto geworfen haben soll, musste sich
ein Lkw-Fahrer (61) aus Wuppertal vorm Amtsgericht Unna verantworten. In
Höhe der Auffahrt Schwerte (Autobahn 1) soll der Mann im Juli 2011 das
Fenster der Beifahrerseite herunter gefahren und eine Milchflasche
heraus geworfen haben. Das Geschoss sei gegen die Windschutzscheibe
eines Autos, das von einem Mann aus Zwickau gesteuert wurde, geflogen.
Der 29-Jährige und ein Freund (26),
der in einem zweiten Wagen in Richtung Flughafen Dortmund unterwegs
war, nahmen die Verfolgung auf, fotografierten den Wuppertaler Brummi,
versuchten so, Beweise zu sammeln.
Der Fall landete vor Gericht, weil
der Wuppertaler gegen einen Strafbefehl in Höhe von 2400 Euro Einspruch
eingelegt hatte. Vor Gericht wies der langjährige Berufskraftfahrer
alle Vorwürfe zurück: „Ich bin kurz vor der Rente und immer unfallfrei
unterwegs“, sagte er. Und: „Ich bin doch nicht bekloppt und entsorge
meinen Müll auf der Autobahn. Und außerdem kaufe ich schon seit Jahren
keine Glasflaschen mehr.“
Er habe keine
Erinnerung an eine Konfrontation auf seinem Weg nach Bremen. „Ich fahre
die Strecke regelmäßig. Ein paar Spinner sind da immer unterwegs – aber
so was ist mir noch nie passiert“, sagte der Wuppertaler.
„Plötzlich hat es geknallt“,
berichtete dagegen der Zeuge aus Zwickau. Weil der Lkw-Fahrer zuvor
gehupt haben soll, habe er Absicht vermutet. Sein Freund hinter ihm
fuhr, hatte das Fliegen der Glasflasche genau gesehen:
„Hundertprozentig.“
„Ich bin doch nicht bekloppt und entsorge meinen Müll auf der Autobahn.“
Der Angeklagte vor Gericht
Doch der
Staatsanwalt hatte Zweifel. Das sei physikalisch kaum möglich. Es sei
wahrscheinlicher, dass irgendein Gegenstand von den Rädern des Lkw
aufgewirbelt worden sei und dann gegen die Scheibe schlug. Letztlich
hatte auch das Gericht Zweifel und sprach den Brummi-Fahrer frei.
Von regem Mautverweigerer-Verkehr auf der B8 berichtet Konrad Mundt aus Pfatter in einem Schreiben an das Wochenblatt. Obwohl die Sperrung für Schwerlaster auf dem Abschnitt zwischen
Rosenhof und Schönach nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes
in Leipzig bereits im Dezember 2011 wieder aktiviert wurde, seien immer noch viele Brummis unterwegs.
Als er kürzlich den Fahrer eines Schwerlasters mit Rosenheimer
Kennzeichen auf einem wilden Parkplatz an der B8 gefragt habe, warum er
nicht die Autobahn benutze, habe dieser forsch geantwortet, „weil ich
im Supermarkt einkaufen wollte“. „Wenn das ein Grund ist die Sperre auf
der B8 zu ignorieren, dann gute Nacht, Verkehrsberuhigung“, bedauert
Mundt. Die Drohung mit einer Anzeige wegen des verbotenen
Durchgangsverkehrs sei wirkungslos verpufft. Es sei auch wenig
hilfreich, wenn die Polizei bei Geisling Laster kontrolliert und die
aus Straubing anrollenden Mautverweigerer in Sichtweite flugs in
Richtung Autobahnausfahrt Wörth abbiegen. „Die Staatsstraße
Pfatter-Wörth ist bald nur noch Bröselschmarrn und die Donaubrücke
wackelt unter dem verbotenen Schwerverkehr. Wir müssen dafür
aufkommen“, gibt der Wochenblatt-Leser zu bedenken.
„Von den Gemeinden wurde dem Landratsamt mitgeteilt, dass sich der
Schwerlastverkehr vermindert hat“, teilt Landratsamtssprecher Markus
Roth auf Anfrage des Wochenblattes mit, räumt aber ein, dass die Zahl
der Mautflüchtlinge gegenüber dem ersten Inkrafttreten der Sperre
zugenommen habe. Das sei bei Polizeikontrollen festgestellt worden.
Genaue Daten dazu gibt es laut Polizeisprecher Thomas Plößl aber nicht,
da es sich nicht um Schwerpunktkontrollen handelt. Es werde laufend
kontrolliert, aber nur im Rahmen des täglichen Dienstes, und da werden
die Mautverweigerer nicht erfasst.
Auch beim Straßenbauamt Regensburg gibt es noch keine statistischen
Zahlen. Ein Zählung sei zwar geplant, sie konnte allerdings noch nicht
durchgeführt werden, weil „uns bei dieser Kälte die Akkus
zusammenbrechen“, meinte Kurt Schäfer vom Straßenbauamt.
Der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT)
rechnet ohnehin auch nach der Sperre kaum mit einer Verkehrsberuhigung.
Laut einem Gutachten dürften weiterhin rund 10.500 Fahrzeuge, davon
1.700 LKW mit einem Gewicht über zwölf Tonnen über die B8 brausen.
Es gibt nämlich den so genannten 75 km-Korridor. Durch diesen soll der
örtliche Schwerlastverkehr nicht auf die Autobahnen gezwungen werden.
Der Gesetzgeber hat hierfür die Regelung eingeführt, dass innerhalb
eines 75-Kilometer-Korridors vom ersten Beladeort kein Durchgangsverkehr
vorliegt und somit kein Mautausweichverkehr. Dies bedeutet, dass
Schwerlastverkehr, der zum Beispiel in Neutraubling belädt und in
Straubing entlädt die B8 benutzen darf. Sollte er in Neutraubling
beladen und in Rosenheim entladen, muss dieser ab Rosenhof die Autobahn
benutzen, weil er den 75-Kilometer-Korridor verlässt.
Dies zu überprüfen, ist nicht einfach. Es sei auch im Interesse des
Landratsamts, wenn die Einhaltung der Mautsperre auf der B8 überwacht
wird, schließlich habe sich der Landrat lange Zeit dafür eingesetzt,
dass die Mautsperre dort wieder in Kraft gesetzt wird, erklärt der
Landratsamtssprecher. „Wir werden dieses Thema im Rahmen des jährlichen
Sicherheitsgesprächs mit der Polizei erneut erörtern“, verspricht
Roth.
Mehrfach wurde sie verschoben, jetzt soll sie endgültig zum 1. August
starten: Die Lkw-Maut auf Bundesstraßen. Grund für die Verzögerung: Ein
Streit zwischen Bund und Betreiber Toll Collect.
Nach jahrelanger Verzögerung
müssen Brummifahrer ab August auch auf großen Bundesstraßen Maut
zahlen. Nach monatelangen Verhandlungen mit dem Betreiber Toll Collect
sei jetzt eine Einigung erzielt worden, erklärte Verkehrsminister Peter
Ramsauer am Mittwoch. Der Bund könne nun neben der Lkw-Gebühr für 12.800
Kilometer Autobahn auch auf rund 1.000 Kilometern Bundesstraße eine
Maut für schwere Lastwagen kassieren.
Bei einem Durchschnittspreis
von 17 Cent pro Kilometer soll die neue Maut 100 Millionen Euro pro Jahr
in die Staatskasse spülen, rechnet der CSU-Politiker vor. Das Geld
werde in den Straßenbau fließen. Für die Kontrolle kommen laut
Verkehrsministerium mobile Geräte zum Einsatz, es müssten keine Brücken
gebaut werden. Ramsauer betonte, der Plan für eine Pkw-Maut sei auch
"nicht vom Tisch".
"Sehr schwierige Sachverhalte"
Die
Maut für Lastwagen mit mehr als zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
auf ausgebauten Bundesstraßen sollte ursprünglich schon 2011 erhoben
werden. Der Bundesrat hatte im vergangenen Frühjahr grünes Licht
gegeben. Doch wurde der Start wiederholt verschoben, weil vor der
Einigung mit Toll Collect "sehr schwierige und finanziell weitreichende
Sachverhalte zu klären" waren, sagte Ramsauer.
Grund dafür ist ein seit 2005
schwelender Streit zwischen dem Bund und dem Konsortium von Deutscher
Telekom, Daimler und der französischen Cofiroute um milliardenschwere
Haftungsansprüche durch die ebenfalls verspätete Einführung der Lkw-Maut
auf Autobahnen 2004/2005. In dem Konflikt soll ein Schiedsgericht
entscheiden.
Noch kein Exportschlager
"Wir
haben nicht den Eindruck, dass die Gegenseite an einem Vergleich,
einem schnellen Vergleich, interessiert ist", sagte Ramsauer. Der Bund
habe seine Bereitschaft zu einer Beilegung des Dauerkonflikts
signalisiert, sei damit aber auf kein Echo gestoßen. Obwohl das System
weitgehend fehlerfrei läuft, gilt der Dauerkonflikt mit dem Bund als
ein Grund, warum der erhoffte Export der Technik noch keinen Erfolg
hatte.
Nicht nur beim Starttermin für
die Lastwagen-Maut, auch bei der Länge der Strecke machte der Bund
Abstriche. Eigentlich waren über 2.000 Kilometer Bundesstraßen
vorgesehen. Ramsauer sagte aber, das satellitengestützte System könne
keine längeren Strecken mehr verarbeiten. Überwacht wird nicht wie auf
Autobahnen über Kontrollbrücken, sondern vor allem durch Streifen des
Bundesamtes für Güterkraftverkehr. Die Einnahmen aus der
Bundesstraßen-Maut werden wie die Erlöse auf den Autobahnen in den
Straßenbau fließen.
Kraftfahrer Jörg Warnken auf dem Hof seines Arbeitgebers. In
seinen Händen hält er den Bußgeldbescheid, den ihm die Polizei zukommen
ließ. Warnken muss die Strafe aus eigener Tasche zahlen. FOTO: Rolf
Tobis
2012-02-13
Fernfahrer Jörg Warnken muss 615 Euro
Bußgeld zahlen, weil er die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht
eingehalten hat. Schuld sind für ihn die wenigen Parkplätze an den
Autobahnen. Trotz neuer Stellplätze gibt es laut Polizei kaum
Entlastung. Von Martin Alberts
Delmenhorst.
Jörg Warnken hat sich 2008 im juristischen Streit von der Delbus, für
die er bis dahin tätig war, getrennt. Heute ist für ihn klar: „Da ging
die Pechsträhne los.“
Seit 2010 arbeitet der Delmenhorster als
Lastwagenfahrer für das Brinkumer Unternehmen „Container Operation &
Logistic“. Im August 2010 geriet Warnken in eine Kontrolle der Bremer
Polizei. Die stellte anhand seines Fahrtenschreibers fest, dass er über
einen Zeitraum von 28 Tagen die vorgeschriebenen Pausen nicht
eingehalten hatte. Als Resultat erhielt Warnken im August des
vergangenen Jahres einen Bußgeldbescheid über 615 Euro. Er selbst soll
nun für die Kosten aufkommen.
Doch Warnken fühlt sich unschuldig. Für ihn
ist die schlechte Parkplatzsituation, die 2010 an der Autobahn 1
vorherrschte, der Grund für seinen Verstoß. „Viele der Parkplätze waren
damals noch nicht fertig. Die anderen Fahrer haben zum Teil auf dem
Pannenstreifen gestanden“, so Warnken. Der Lkw-Fahrer sieht die Politik
in der Verantwortung: „Ich kann nicht für die Versäumnisse des
Verkehrsministeriums gerade stehen.“
Bereits im Juni 2009 schloss
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), damals noch im Amt des
niedersächsischen Verkehrsministers, mit dem Bundesministerium für
Verkehr eine Vereinbarung zum Ausbau des Angebots an Stellplätzen für
Laster an den Autobahnen des Landes. Der Bund stellte hierbei die
finanziellen Mittel bereit, während das Land für die Planung sowie den
Bau sorgte.
„Es gab zu wenige Lkw-Stellplätze und wir mussten
eine Überlastung der Parkplätze feststellen“, berichtet auch Anne
Neumann, Sprecherin des Verkehrsministeriums in Hannover. 2009 gab es
5000 Lkw-Stellplätze an Niedersachsens Autobahnen. Jetzt sind es bereits
6.350 – bis zum Jahresende sollen weitere 350 geschaffen werden.
Abschließend sieht die Vereinbarung bis 2015 den Bau von 800 weiteren
Stellplätzen vor.
Doch ein Rückgang der Verstöße gegen die Regelung
von Ruhezeiten sei bisher noch nicht spürbar, teilte Heiner van der
Werp, zuständiger Sprecher der Autobahnpolizei in Sittensen, mit:
„Einige größere, neue Parkplätze sind hier an der A 1 bereits
freigegeben. Aber die sind jetzt auch immer belegt.“
Warnken hingegen sieht für sich derweil keinen anderen Ausweg, als das geforderte Bußgeld zu zahlen – „in Raten“, wie er sagt.
KIRCHAHORN
-
Ein mit musikalischem
Equipment beladener Lastkraftwagen brannte am Sonntagvormittag auf der
Staatsstraße zwischen Kirchahorn und Weiher.
Bei Eintreffen der alarmierten Feuerwehren aus Kirchahorn,
Körzendorf und Waischenfeld stand das Führerhaus bereits im Vollbrand,
der auf den Laderaum übergriff. Unter schwerem Atemschutz konnte das
Feuer jedoch zügig durch die vorgehenden Trupps gelöscht werden.
Ein
Großteil der Beladung wurde noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht.
Vor Ort waren neben Kreisbrandmeister Waldemar Adelhardt und
Kreisbrandinspektor Harald Schöberl die Bergwacht, der Malteser
Hilfsdienst sowie die Polizei.
Die Höhe des eingetretenen Sachschadens ist derzeit nicht abschätzbar. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Berufskraftfahrer: Starker Anstieg der Ausbildungszahlen
Im
Berufsausbildungsjahr 2010/2011 wurden erstmals mehr als 3.000
Ausbildungsverträge zum Berufskraftfahrer/zur Berufskraftfahrerin
abgeschlossen - insgesamt rund 32 Prozent mehr als im gleichen
Vorjahreszeitraum.
Foto: Scania
Das vermeldete jüngst der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik
und Entsorgung (BGL) e.V. in Frankfurt am Main. Die Daten stammen vom
Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Die exakt 3.403
Ausbildungsverträge zum Berufskraftfahrer zwischen 1. Oktober und 30.
September 2011 stellten sogar einen Rekord dar: Es waren so viele wie
noch nie. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren – anno 2006 – lag die Zahl der
Berufseinsteiger in diesem Ausbildungsgang bei 970.
BGL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Karlheinz Schmidt fügte hinzu:
„Dieser Ausbildungsrekord ist um so höher zu bewerten, als er während
eines immer stärker werdenden Wettbewerbs um die immer knapper werdenden
Auszubildenden gelungen ist.“
POTSDAM -
Dichter Schneefall hat in Brandenburg vielerorts die Straßen
spiegelglatt werden lassen. Es ereigneten sich zahlreiche Unfälle –
landesweit rund 260. Dabei wurden 32 Menschen verletzt, wie die Polizei
mitteilte. Mindestens die Hälfte der Unfälle war auf witterungsbedingte
Umstände zurückzuführen.
In der Zeit zwischen 6 und 12 Uhr registrierte
die Autobahnpolizei in Brandenburg auf den Autobahnen 24, 19, 10 und 111
im Nordwesten Brandenburgs insgesamt 17 Kollisionen auf winterglatten
Fahrbahnen. Auf der A 24 zwischen Fehrbellin und Kremmen waren fünf
Autos ineinander gefahren. Zwei Menschen wurden verletzt, einer davon
musste aus einem Autowrack geschnitten werden. Ein Rettungshubschrauber
war im Einsatz. Die Autobahn war in Richtung Berlin für eine Stunde voll
gesperrt. Auf dem östlichen Berliner Ring zwischen Marzahn und
Hellersdorf verunglückte ein Tanklastzug. Aus dem Fahrzeug trat ein Teil
des geladenen Diesels aus. Die Autobahn wurde voll gesperrt. Ein
schwerer Unfall mit mehreren Fahrzeugen führte zur Sperrung der Autobahn
A 15 bei Forst (Spree-Neiße). Ein Lkw hatte zwei Lastwagen gestreift,
die auf dem Standstreifen in Fahrtrichtung Polen standen. Der Lkw
durchbrach die Mittelschutzplanke und kippte um. Mehrere Fahrzeuge
wurden durch Trümmerteile beschädigt. Der 53-jährige Fahrer des
Unfallverursachers kam verletzt ins Krankenhaus. Ein Atemalkoholtest
ergab bei ihm einen Wert von 1,91 Promille.
Räumdienste sind im gesamten Land unterwegs, wie
das Infrastrukturministerium berichtete. Minister Jörg Vogelsänger
(SPD) appellierte an die Autofahrer, nur mit Winterreifen sowie
vorsichtig zu fahren. Räumfahrzeuge sollten nicht behindert werden. Fast
1000 Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßenwesen und beauftragter
Unternehmen stehen bereit, um die Straßen von der Prignitz bis zur
Lausitz zu räumen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Junge Menschen wollen schlecht bezahlten und stressigen Beruf nicht ergreifen
VON PAUL GERLACH
Warburg/Kreis Höxter. Bei dem
Schulbus-Unfall in Bühne am vergangenen Dienstag (die NW berichtete)
lenkte ein 78-Jähriger den Bus. Dem routinierten Fahrer wurde erst
kürzlich bei einem Gesundheits-check seine gute körperliche Verfassung
bestätigt: Sein Führerschein wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Die
Neue Westfälische hat sich umgehört, welche strikten Voraussetzungen
ein Busfahrer erfüllen muss und wie herausfordernd der Beruf sein kann.
Fazit: Ohne ältere Busfahrer geht es nicht.
"Wenn man gesundheitlich fit ist, kann man selbst mit mehr als 100
Jahren noch einen Bus lenken", sagt Godehard Bierhoff von
BBQ-Hohenwepel, die Berufskraftfahrer in Seminaren und Weiterbildungen
qualifizieren. Die deutschen Gesetze sehen keine Höchstgrenze beim Alter
von Busfahrern vor.
Alle fünf Jahre müssen die Buslenker zum Gesundheits-check. "Das ist ein
sehr anspruchsvoller Test", sagt Bierhoff. Das Herz und der Blutdruck
werden überprüft, die Sehstärke gemessen und mit einem visuellen Test
die Reaktionsfähigkeit auf die Probe gestellt.
Das hat seinen Grund: "Der Busfahrer hat eine größere Verantwortung als
der Autofahrer", sagt Bierhoff. Doch der Job sei schlecht bezahlt und
anstrengend. "Jede Putzfrau verdient mehr", so Bierhoff. Der Verdienst
liege oft nur bei acht oder neun Euro in der Stunde – und das aufgrund
der Pausen und Standzeiten bei bis zu 15 Arbeitsstunden täglich . "Die
Busunternehmen und Speditionen werden bald Probleme haben, genügend
Fahrer zu finden. Das merkt man schon jetzt", weiß Bierhoff.
"Wir können beim Nachwuchs nicht aus dem Vollen schöpfen", bestätigt
Sigrun Richter vom Busunternehmen Westfalenbus, das die Kreise Höxter
und Paderborn bedient. "Bus-Führerscheine sind relativ teuer." Der
Altersdurchschnitt der 110 Busfahrer bei Westfalenbus liege bei 42
Jahren. Der jüngste Fahrer sei 30 Jahre alt. "Länger als bis 65 Jahre
fährt keiner", so Richter. Die meisten gingen frühzeitig in Rente – etwa
aufgrund von Rückenbeschwerden.
Wilhelm Sieke, Inhaber der Fahrschule Sieke aus Diemelstadt-Wrexen,
sagt: "Von den älteren Fahrern scheiden mehr und mehr aus." Das Problem
dabei: Die Preise für den Bus-Führerschein D sind sehr hoch. "Es kommen
6.500 bis 7.000 Euro insgesamt dafür zusammen." Für den privaten
Gebrauch zahle das natürlich kaum jemand. "80 Prozent dieser
Führerscheine laufen über die Agenturen für Arbeit."
Landkreis - An den Berufsbildenden
Schulen (BBS) in Wildeshausen soll zum neuen Schuljahr 2012/13 eine
zweijährige Fachschule Mechatronik und eine Berufsschule für
Berufskraftfahrer eingerichtet werden. Einen entsprechenden Antrag der
Schule stimmte der Schulausschuss des Landkreises zu.
„Die
Einführung der Technikerschule Mechatronik bedeutet für die BBS einen
wichtigen Schritt bei der Vermittlung von Zukunftstechnologien und hat
Einfluss auf angrenzende Berufsfelder“, heißt es im Antrag. Synergien
entstünden bei der Zusammenarbeit mit der seit fast 50 Jahren
bestehenden Technikerschule Maschinentechnik, die Erfahrungen aus den
Bereichen Mechanik, Hydraulik und Pneumatik einbringe. Auch für die
Ausbildung im Berufsfeld Elektrotechnik biete sich die Chance, einen
wichtigen Schritt in Richtung Automatisierungstechnik zu gehen. Außerdem
sei die Fachschule eine sinnvolle Ergänzung zum Beruflichen Gymnasium
Technik, das in einem Schulversuch den Bereich Mechatronik bereits
aufgegriffen hat. Die Kontakte zum Mechatronik-Institut der Uni Bremen
könnten ausgebaut werden.
Die Ausbildung der Berufskraftfahrer
werde im dualen System in den Betrieben durchgeführt und derzeit an der
BBS nicht angeboten. Der Landkreis sei damit zur Zahlung von
„Gastschulgeld“ an die Träger auswärtiger Schulen verpflichtet. Die
Summe lag 2011 bei etwa 16 000 Euro. Für die Einrichtung der
Bildungsgebote fielen keine zusätzlichen Sachkosten an. Quelle: NWZonline
Gericht befasst sich mit dem neuen Autohof in Hagen-Bathey
Foto: WR
Hagen/Arnsberg.
Sie stehen mit ihren Lkw an den Straßenrändern oder
blockieren die Autobahnparkplätze rund um Hagen - seit Jahren ist die
Stadt auf der Suche nach dem Standort für einen Autohof, auf dem
Brummifahrer rasten können. Dass der ausgerechnet in Bathey auf dem
Gelände der ehemaligen Spedition Lueg an der Straße In der Krone
entstehen soll, stört nicht nur direkte Anwohner.
Aufgrund der jetzt schon sehr hohen Verkehrsbelastung auf der
Wandhofener und der Dortmunder Straße als Zubringer zur A 1 laufen die
Bürger aus dem Bereich Sturm gegen das geplante Großprojekt, das jetzt
auch das Arnsberger Verwaltungsgericht beschäftigen wird. Zumal eine
weitere Verkehrsbelastung durch den Bau eines Cargo-Beamers
(Umladestation für Sattelzüge auf die Bahn) am nahen Hengsteysee auf dem
Gelände des ehemaligen Nasslagers entstehen könnte.
Am 29. Februar 2012 wollen sich die Arnsberger Verwaltungsrichter,
die sich in diesem Jahr wieder mit zahlreichen weiteren baurechtlichen
Nachbarklagen auseinandersetzen müssen, nun die Situation vor Ort unter
die Lupe nehmen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so lange dauern
wird“, wunderte sich gestern Kläger Uwe Schulte, der schon vor einem
Jahr über seinen Rechtsanwalt in Arnsberg vorstellig wurde. Denn als
Anwohner In der Krone befürchtet er eine unerträgliche Belastung durch
Lärm und Abgase, die die an- und abfahrenden Lastwagen Tag und auch in
der Nacht mit sich bringen werden. Ein Autohof mit Tankstelle,
Re-staurant und 140 Parkplätzen ist rund um die Uhr geöffnet.
Gutachten fehlt
Dass
nunmehr Bewegung in das Klageverfahren kommt, das hatte Hagens
Verkehrsplaner Hans-Dieter Schumacher der zuständigen Bezirksvertretung
Nord vor ein paar Tagen mitgeteilt. „Es gibt für den Bau eines Autohofs
einen Bauvorbescheid, der aber mit der Klage nichts zu tun hat.
Allerdings muss ein Investor vor einer endgültigen Genehmigung ein
Gutachten beibringen, das die verkehrliche Situation darstellt. Das ist
bislang noch nicht geschehen. Wir nehmen an, dass hier erst einmal die
gerichtliche Entscheidung abgewartet wird.“
Bislang, so Kläger und
Anwohner Uwe Schulte, habe es auf dem Lueg-Gelände noch keine
Bewegungen gegeben. Auch die alten Hallen wurden bislang nicht
angetastet, obwohl der Hagener Projektentwicklungs GmbH (Hapro) für den
Abriss in dem Industriegebiet eine Genehmigung vorliegt.
KLEINLANGHEIM. In Schlangenlinien ist ein betrunkener Lastwagenfahrer
während des Berufsverkehrs auf der Autobahn 3 von Würzburg nach
Frankfurt unterwegs gewesen.
Ein Bluttest ergab bei dem Mann einen Wert von 2,34 Promille
Alkohol. Ein Autofahrer habe die Polizei auf den gefährlichen Sattelzug
hingewiesen, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Der 58
Jahre alte Fahrer war den Zeugen zufolge bereits am Mittwoch immer
wieder nach rechts auf den Seitenstreifen und zurück gefahren.
Die Autobahnpolizei habe das Fahrzeug schließlich auf einer Raststätte
bei Kleinlangheim (Landkreis Kitzingen) ausfindig gemacht. Dort habe
der Fahrer in der Kabine benommen über dem
Lenkrad gehangen. Die letzte Fahrt des Abends führte den 58-Jährigen
in eine Ausnüchterungszelle.
Die 11,5 Kilometer lange Ostumgehung zwischen
Lüneburg-Nord und dem Häcklinger Kreuz soll für Brummi-Fahrer ab 1.
August mautpflichtig werden. Doch diese Pläne stoßen im Lüneburger
Rathaus auf Skepsis: "Wenn diese Maut wirklich erhoben werden sollte,
befürchten wir eine Verdrängung des Lkw-Verkehrs von der Bundesstraße in
die Stadt hinein. Dann rollen die Gigaliner über den Stadtring", gibt
Verkehrsdezernent Markus Moßmann auf LZ-Anfrage zu bedenken. Und weiter:
"Wir wären dann gezwungen, an den Abfahrten der Bundesstraße Schilder
aufzustellen, die die Lkw-Durchfahrten verbieten."
Insgesamt sind es in Niedersachsen zehn
Bundesstraßen mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern, die ab August
mit der Maut-Pflicht für Lkw belegt werden sollen.
Dabei handelt es sich um vierspurige,
autobahnähnliche Straßen, die an eine Autobahn angebunden sind - "so wie
die Bundesstraße 4", berichtet die stellvertretende Leiterin der
Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Annette Padberg.
Dass für die Maut-Berechnung die Ostumgehung noch
mit entsprechender Technik ausgestattet werden müsste, weiß auch die
stellvertretende Amtsleiterin. "Wann und wie das passieren soll, kann
ich allerdings nicht sagen", betont Annette Padberg.
Fulda,
eine Marke des Goodyear-Konzerns, hat für die Zugmaschine neue Reifen
auf den Markt gebracht, die man als Allrounder bezeichnen kann. Sie
ersetzen vormals zwei getrennte Reifenserien für Regional-
beziehungsweise Fernverkehr durch einen Reifentyp.
Foto: Fulda
Die neuen Reifen heißen "Ecocontrol 2" (für die Lenkachse) und
"Ecoforce 2" (für die Antriebsachse). Sie lassen sich sowohl im Fern-
und Regionalverkehr als auch im Verteilerbetrieb einsetzen und erfüllen
schon heute die künftige strengere EU-Vorschrift 661/2009 für Reifen.
Der neue Fulda Ecocontrol 2 ersetzt den bisher angebotenen "Ecocontrol
+" sowie den "Regiocontrol +", der Ecoforce 2 wiederum die beiden
Fulda-Reifen "Ecoforce +" sowie "Regioforce +". Die beiden neuen Pneus
sind laut Hersteller Vertreter einer neuen Generation von
Nutzfahrzeugreifen mit hohem Leistungspotenzial bei Rollwiderstand und
Laufleistung.
Beide seien zudem leichter: Der Gewichtsvorteil variiert
je nach Größe zwischen zwei und sechs Kilogramm pro Reifen. Weiterhin
im Programm sind die Trailerreifen Fulda "Ecotonn" und "Ecotonn +".
Doch auch in diesem Segment wird es bald eine Veränderung geben.
Ecocontrol 2 und Ecoforce 2 können nachgeschnitten und runderneuert
werden und sind in folgenden Dimensionen ab sofort lieferbar:
295/80R22.5 152/148 M, 315/70R22.5 154/150 L (152/148 M), 315/80R22.5
156/150 L (154/150 M).
Brummifahrer löscht brennende Bremse mit Tee aus Thermoskanne
Mit Tee aus seiner Thermoskanne hat ein Lasterfahrer am Montagmorgen
einen beginnenden Lkw-Brand auf der A 643 gelöscht. Kurz vor der
Ausfahrt Mainz-Gonsenheim hatte die Bremse des Baustellen-Lasters, der
in Fahrtrichtung Wiesbaden unterwegs war, Feuer gefangen.
Noch bevor die Feuerwehr eintraf, hatte der Fahrer geistesgegenwärtig zu
seinem Tee gegriffen und das Feuer damit abgelöscht. Die Maßnahmen der
Feuerwehr beschränkten sich daher auf die Kühlung der Bremse mit Wasser.
Der Laster musste anschließend abgeschleppt werden, es kam zu Verkehrsbehinderunge
Zu einem spektakulären Unfall ist es am Montag
in St. Martin im Bezirk Gmünd gekommen. Ein Sattelzug durschlug eine
Leitschiene und stürzte in ein Bachbett. Der Unfalllenker musste ins
Krankenhaus gebracht werden.
Der 58-jährige Lenker kam mit seinem Sattelzug in einer
Linkskurve von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug durchschlug danach eine
doppelte Leitschiene und stürzte über eine drei Meter hohe Böschung in
den Lainsitzfluss.
Das Zugfahrzeug kam auf dem Dach zu liegen, es
entstand Totalschaden. Auch der Aufleger des Sattelzuges wurde erheblich
beschädigt, er kam im Bachbett des Flusses zu liegen.
Der Lenker war Richtung Bad Großpertholz unterwegs, warum er
mit seinem Lastwagen von der Fahrbahn abkam, ist noch unklar. Der Mann
wurde leicht verletzt und ins Landesklinikum Gmünd gebracht.
Das
tonnenschwere Fahrzeug wurde von den Feuerwehren St. Martin und Weitra
mit Seilwinden zurück auf die Straße gezogen, am Dienstag wurde es in
eine Werkstatt abtransportiert.
Das Auto war total ausgebrannt. Im Laderaum des Kaffee-Lasters entzündeten sich immer wieder kleine Glutnester.
Foto: Rust
Köln –
Vom Unfallverursacher zum Helden: Auf der A4 raste ein Brummifahrer erst in ein Stauende und rettete dann zwei Männer vor dem sicheren Tod. Das Wunder dabei: Es gab „nur“ drei Leichtverletzte.
Wie
fast jeden Tag kam es am Montagmorgen gegen 9 Uhr auf der A 4 vor dem
Kreuz Köln West in Fahrtrichtung Aachen zu einem Rückstau.
Kilometerweit konnten Autofahrer die Rauchsäule sehen. Teilweise wehte
der Qualm auch auf die Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Olpe. Der Verkehr
staute sich auf dem gesamten Autobahnring.
Foto: Rust
Auch zwei Männer in einem Renault Kangoo dachten
wohl an den üblichen Berufsverkehr, als sie das Stauende erreichten.
Doch Sekunden später später schwebten sie in Lebensgefahr!
Plötzlich
kam von hinten ein mit Kaffee beladener 12-Tonner angeschossen, raste
ins Heck des Renaults und schob ihn in den vorausfahrenden
Sattelschlepper.
Noch zwei Stunden nach dem Unfall war die Feuerwehr mit den
Löscharbeiten beschäftigt. Rund um die Unfallstelle hat sich durch
gefrorenen Löschschaum eine Eisfläche gebildet.
Foto: Rust
„Sofort fing der Wagen Feuer. Die Insassen konnten
die verzogenen Türen nicht öffnen und waren in akuter Lebensgefahr“,
sagte Feuerwehreinsatzleiter Peter Hartl.
In
diesen Sekunden wurde der Unfallverursacher zum Retter. Er sprang aus
seinem deformierten Führerhaus, rannte zu den Eingeschlossenen und zog
sie in letzter Sekunde aus dem Wrack, dass inzwischen komplett in
Flammen stand. Durch sein schnelles Eingreifen wurden alle drei nur
leicht verletzt.
Durch die Lösch- und
Bergungsarbeiten wurde die A4 in Fahrtrichtung Aachen bis in den
Nachmittag komplett gesperrt. Kilometerlange Staus auf dem gesamten
Kölner Autobahnring waren die Folge.
Erster Gigaliner in Bayern auf Strecke – Zweimal vom Allgäu nach Münch
Bild vergrößernBiessenhofen (kw). Das war für viele
PKW-Fahrer ein ungewohntes Bild: erstmals überhaupt ist am Freitag ein
so genannter Gigaliner über bayerische Straßen gefahren.
Das
alles lief weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ab, denn
lediglich ANTENNE BAYERN war über die Lang-LKW-Fahrt vorab informiert.
Der Test startete bei Schneefall und zeitweisen Stauungen auf der
Autobahn.
Die überlangen Lastwagen messen 25,25 Meter, bislang
waren LKW etwa 19 Meter lang. Eine Spedition in der Ostallgäuer Gemeinde
Biessenhofen hat noch vor dem offiziellen Start des Feldversuchs mit
den Lang-LKW, der für den 5. März mit Bundesverkehrsminister Ramsauer
geplant ist, die ersten Fahrten im Freistaat durchgeführt.
Erfolgreicher Testlauf
„Es
lief alles überaus problemlos, wir sind zwei Umläufe vom Allgäu nach
München gefahren“, sagte nach der ersten von zwei Fahrten der Chef der
Spedition Ansorge, Wolfgang Thoma. Sein Gigaliner, den er auch selbst
gesteuert hat, war im Allgäu mit einer Ladung Sanitärmaterial
losgefahren. Die so genannten Wechselbrücken wurden am Münchner
Kombibahnhof auf die Bahn verladen. Auf dem Rückweg wurden dann in dem
Lang-LKW Getränke und Lebensmittel transportiert.
Nicht nur Zuspruch
Die
Gigaliner sind für verschiedene Gruppen wie Grüne, SPD, Naturschützer
und auch den ADAC ein Reizthema. Sie sehen eine höhere Unfallgefahr, ein
künftig schwierigeres Überholen und eine stärkere Belastung der
Fahrbahnen. Für die Speditionen aber sind die riesigen LKW das
„Transportmittel der Zukunft“. Wolfgang Thoma, sagt dazu, dass der
Güterverkehr ständig wachse und durch die Lang-LKW die Zahl der
Fahrzeuge um ein Drittel verringert werde. Oder anders herum: steigt die
Zahl der herkömmlichen Lastkraftwagen künftig an, könnten es im Fall
eines verstärkten Gigaliner-Einsatzes gut 30 Prozent weniger an
Fahrzeug-Zuwachs sein.
Unbegründete Vorwürfe?
Die
Vorwürfe, die Riesenlastwagen seien nur schwer zu überholen, lässt der
Spediteur, vor allem nach den ersten Fahrten, nicht gelten. „Wir sind
von Autofahrern fotografiert worden und viele haben uns freundlich
zugewunken“, sagte er nach der ersten Praxiserfahrung. Auch in den
Kurven habe es keine Probleme gegeben. Was die stärkere Beanspruchung
der Fahrbahnen angeht, die Kritiker den Gigalinern unterstellen, kontern
Spediteure mit dem Argument, dass das gleiche Gewicht auf acht statt
bislang fünf Achsen verteilt werde. Denn eine Gewichtssteigerung sei
nicht vorgesehen, wohl aber eine größere Länge, die wiederum ein höheres
Transportvolumen ermögliche.
Ausbildung und Ausrüstung
Im
Bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium sagte eine Sprecherin
zu der Bayernpremiere, dass diese im Hause gar nicht bekannt war. Es sei
es auch nicht erforderlich gewesen, die Fahrt anzumelden, da die
besagte Spedition im Vorfeld des Feldversuches bereits alle Auflagen
erfüllt und die Genehmigungen erhalten habe. Die Fahrer müssen eine
Zusatzausbildung absolvieren, zudem sind zusätzliche technische
Vorkehrungen wie Rückfahrkameras erforderlich.
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