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    Ein Erlkönig der etwas anderen Art

    Mehr als 40 Prozent der Flughäfen dieser Welt nutzen Löschfahrzeuge der oberösterreichischen Firma Rosenbauer, in erster Linie den Panther. Fast vier Jahre hat man heimlich an einem Nachfolger gearbeitet.


    Panther / Bild: (c) Rosenbauer (Rosenbauer)

    Man sitzt sehr bequem, regelrecht luxuriös, wie in einem SUV. Das Lenkrad ist leichtgängig, die Sicht durch die breite Windschutzscheibe beeindruckend. Auf dem Armaturenbrett leuchtet das „D“ der Automatik, ein sanfter Druck auf das Gaspedal setzt das Fahrzeug langsam in Bewegung. Und dann kommt der Alarm – zumindest theoretisch –, und man muss zur Brandstelle ausrücken.

    Hinten im Heck heult der Motor auf. 700 PS aus einem Volvo Diesel mit einem Hubraum von 16 Litern treiben das Allradfahrzeug (6x6) und seine Ladung an – konkret: 12.000 Liter Wasser, 1400 Liter Schaum, 250 Kilogramm Löschpulver und zwei mittelschwere Testfahrer. Von null auf 80 km/h schafft es der Panther in 22 Sekunden, und dann kommen die erste Kurve auf dem Flughafen Wels und die Sorge, dass dieses Monstrum umkippt.

    „Geht schon“, sagt Franz Mittermayr, und wenn er das sagt, dann kann man tatsächlich mit fast 100 km/h um die Kurve fahren, dass die Reifen nur so quietschen. „Er schafft noch mehr“, sagt der Testfahrer der Firma Rosenbauer. Später demonstriert er, was er unter mehr versteht: Noch nie hat man eine Drift in einem über 20 Tonnen schweren Fahrzeug gesehen...

    Geschafft hat Mittermayr das nur mit einem Trick. Denn der neue Panther hat ein Stabilitätsprogramm wie ein Pkw, das dafür sorgen wird, dass der Lkw vielleicht sogar den berüchtigten Elch-Test der skandinavischen Autotester bestehen könnte (bei dem der Mercedes-A 1997 durchfiel).

    Es ist nur eine Neuerung, mit der das beliebteste Flughafenlöschfahrzeug der Welt künftig aufwarten kann. Heute, Sonntag, stellt Rosenbauer den neuen Panther offiziell auf der „Inteschutz“ in Hannover vor, der weltweit größten Messe für den Brand- und Katastrophenschutz. Und für Feuerwehrleute ist das so, wie wenn Lamborghini einen neuen Reventon präsentiert.

    Zwei Testfahrzeuge. Vier Jahre hat man in Oberösterreich heimlich an dem neuen Löschfahrzeug gearbeitet, 80 Personen waren in den verschiedensten Entwicklungsstufen involviert, bevor man zwei Testfahrzeuge baute und sie mit der Tarnfolie beklebte, wie man sie für Erlkönige der Autoindustrie kennt. „Nein, das war kein Marketinggag“, sagt Michael Kaiser, Produktmanager des Panther. „Es geht wirklich darum, die Details vor der Konkurrenz zu verheimlichen.“

    Denn der Panther ist der Geldbringer der Oberösterreicher und das erfolgreichste Fahrzeug des weltweit größten Feuerwehrausstatters. Seit seiner Präsentation 1991 hat man etwa 1400 Panther in knapp 90 verschiedene Länder ausgeliefert. Der Preis reicht bis 1,2 Millionen Euro für den großen 8x8-Panther mit 1400 PS. Auf mehr als 40 Prozent der Flughäfen dieser Welt kommt ein Fahrzeug aus Leonding zum Einsatz.

    „Es war Zeit für ein Update“, erklärt R&D-Leiter Markus Schachner. „Es gab viele Neuerungen, also haben wir uns 2011 entschlossen, einen neuen Panther zu entwerfen.“ Eine der Anforderungen bedingte der Spardruck, der mittlerweile auf allen Flughäfen lastet: „Möglichst wenige Personen sollen zur Bedienung eines Panther notwendig sein, am besten nur eine Person.“ Die Grundanforderungen sind weltweit gleich: Der Panther muss Wasser und Schaum binnen drei Minuten an jeden Ort eines Rollfelds bringen und in weiteren zwei Minuten zur Gänze über ein brennendes Flugzeug spritzen können.

    2014 mit Rekordumsatz. Wie teuer die Entwicklung des neuen Panther war, kann oder will man nicht sagen. Muss man auch nicht: Rosenbauer ist zu mehr als 50 Prozent in Familienbesitz, Firmenchef Dieter Siegl ist Nachfahre in sechster Generation von Firmengründer Johann Rosenbauer. Im vergangenen Jahr machte das oberösterreichische Unternehmen einen Rekordumsatz von 785 Millionen Euro. 70 Prozent des Umsatzes kamen aus der Fahrzeugfertigung, und davon 19 Prozent allein von Flughafenlöschfahrzeugen. Der neue Panther soll helfen, das ehrgeizige Ziel Siegls zu erreichen: Umsatz und Betriebsgewinn sollen heuer um zehn Prozent steigen.

    Wie populär der Panther mittlerweile ist, sah man im Film „Transformers 3“. Dort verwandelt sich ein Roboter in einen Panther. Allerdings spielte der Panther nicht die Rolle des Retters, sondern die des Bösewichts – ausnahmsweise.

    (Quelle: Die Presse)
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  • #2
    AW: Neuer Panther

    Sieht geil aus
    Liebe Grüße
    Harry


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