A7-Baustelle: Lkw dürfen überholen

Wegen des Ausbaus der Autobahn 7 kommt es zu langen Staus.
Vor allem Lkw stauen sich auf der rechten Spur. (Archivfoto)
© dpa picture alliance / ZB Fotograf: Soeren Stache
Die Hamburger Verkehrsbehörde wagt in der kommenden Woche einen bundesweit einmaligen Versuch, um damit die Staus vor der Baustelle auf der Autobahn 7 zu verringern. Nach Informationen von NDR 90,3 wird das Überholverbot für Lastwagen in der Baustelle nördlich des Autobahndreiecks Nordwest aufgehoben.
Rechte Spur überlastet
Richtung Norden stauen sich die Lastwagen seit Wochen vor der A7-Baustelle am Dreieck Nordwest. Der Stau - nur auf der rechten Spur - reicht üblicherweise rund zehn Kilometer bis zum südlichen Ende des Elbtunnels zurück. Dann muss aus Sicherheitsgründen eine Fahrspur der Oströhre für Rettungsfahrzeuge blockiert werden. Das Problem entsteht, weil die rechte Spur überlastet ist - nur auf ihr kann man an den vielgenutzten Anschlussstellen Schnelsen und Schnelsen-Nord abfahren.
Gefährliches Wiedereinfädeln
Nun hat der Baustellen-Koordinator für die A7, Gerhard Fuchs, einen achttägigen Modellversuch zum Stauabbau angekündigt. Er soll am Freitag, 29. Mai, starten. "Wir haben Handlungsbedarf und versuchen dieses Problem mit der Aufhebung des Überholverbots für Lkw im Bereich der Baustelle Dreieck Nordwest zu lösen." Immer von 6 bis 20 Uhr dürfen Lastwagen in der Baustelle auf der linken Spur fahren. Gefährlich ist ihr Wiedereinfädeln auf die rechte Spur. Die Lkw-Fahrer dürfen dort keine Autos übersehen. Die Einfädelspur wurde dafür in den vergangenen Nächten extra auf einer Länge von 800 Metern verbreitert.
Wissenschaftler begleiten Modellversuch
Sollte es doch zu einem schweren Unfall kommen, wird der Testlauf sofort abgebrochen. Der bundesweit einmalige Modellversuch wird von der Ruhr-Universität Bochum begleitetet. Wissenschaftler messen den Fahrzeugfluss vor und nach dem Aufheben des Lkw-Überholverbots. Sollten sie nach acht Tagen grünes Licht geben, kann die Maßnahme bis zum Baustellenende im September weiterlaufen, um den Lkw-Rückstau zu entzerren.
Verständlichere Schilder
Der ADAC unterstützt die Maßnahme, obwohl Autofahrer auf der Überholspur Konkurrenz durch Lastwagen bekommen. Carsten Wilms vom ADAC Hansa sagte zu NDR 90,3: "Wir halten das für mutig. Aber wir glauben, dass die Maßnahme die Möglichkeit eröffnet, den Verkehrsfluss insgesamt deutlich zu verbessern - auch für die Autofahrer." Wichtig sei die Information der Verkehrsteilnehmer und eine strikte Beachtung der Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde. Aus Sicherheitsgründen spricht sich der ADAC deshalb für Radarkontrollen aus. Zur Information der A7-Nutzer stellt die Verkehrsbehörde zudem neue, verständlichere Hinweisschilder auf.
(Quelle: NDR)

Wegen des Ausbaus der Autobahn 7 kommt es zu langen Staus.
Vor allem Lkw stauen sich auf der rechten Spur. (Archivfoto)
© dpa picture alliance / ZB Fotograf: Soeren Stache
Die Hamburger Verkehrsbehörde wagt in der kommenden Woche einen bundesweit einmaligen Versuch, um damit die Staus vor der Baustelle auf der Autobahn 7 zu verringern. Nach Informationen von NDR 90,3 wird das Überholverbot für Lastwagen in der Baustelle nördlich des Autobahndreiecks Nordwest aufgehoben.
Rechte Spur überlastet
Richtung Norden stauen sich die Lastwagen seit Wochen vor der A7-Baustelle am Dreieck Nordwest. Der Stau - nur auf der rechten Spur - reicht üblicherweise rund zehn Kilometer bis zum südlichen Ende des Elbtunnels zurück. Dann muss aus Sicherheitsgründen eine Fahrspur der Oströhre für Rettungsfahrzeuge blockiert werden. Das Problem entsteht, weil die rechte Spur überlastet ist - nur auf ihr kann man an den vielgenutzten Anschlussstellen Schnelsen und Schnelsen-Nord abfahren.
Gefährliches Wiedereinfädeln
Nun hat der Baustellen-Koordinator für die A7, Gerhard Fuchs, einen achttägigen Modellversuch zum Stauabbau angekündigt. Er soll am Freitag, 29. Mai, starten. "Wir haben Handlungsbedarf und versuchen dieses Problem mit der Aufhebung des Überholverbots für Lkw im Bereich der Baustelle Dreieck Nordwest zu lösen." Immer von 6 bis 20 Uhr dürfen Lastwagen in der Baustelle auf der linken Spur fahren. Gefährlich ist ihr Wiedereinfädeln auf die rechte Spur. Die Lkw-Fahrer dürfen dort keine Autos übersehen. Die Einfädelspur wurde dafür in den vergangenen Nächten extra auf einer Länge von 800 Metern verbreitert.
Wissenschaftler begleiten Modellversuch
Sollte es doch zu einem schweren Unfall kommen, wird der Testlauf sofort abgebrochen. Der bundesweit einmalige Modellversuch wird von der Ruhr-Universität Bochum begleitetet. Wissenschaftler messen den Fahrzeugfluss vor und nach dem Aufheben des Lkw-Überholverbots. Sollten sie nach acht Tagen grünes Licht geben, kann die Maßnahme bis zum Baustellenende im September weiterlaufen, um den Lkw-Rückstau zu entzerren.
Verständlichere Schilder
Der ADAC unterstützt die Maßnahme, obwohl Autofahrer auf der Überholspur Konkurrenz durch Lastwagen bekommen. Carsten Wilms vom ADAC Hansa sagte zu NDR 90,3: "Wir halten das für mutig. Aber wir glauben, dass die Maßnahme die Möglichkeit eröffnet, den Verkehrsfluss insgesamt deutlich zu verbessern - auch für die Autofahrer." Wichtig sei die Information der Verkehrsteilnehmer und eine strikte Beachtung der Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde. Aus Sicherheitsgründen spricht sich der ADAC deshalb für Radarkontrollen aus. Zur Information der A7-Nutzer stellt die Verkehrsbehörde zudem neue, verständlichere Hinweisschilder auf.
(Quelle: NDR)

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