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    Standard Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

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    Ein Sieg für die Ausbeutung: Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments stimmt für die Legalisierung der Lohndiskriminierung und die Verringerung der Ruhezeiten im Straßenverkehr

    4. Juni 2018

    Die Abgeordneten des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments haben gegen die Sicherheit von Straßenverkehr und hochwertige Arbeitsplätze für die 3 Millionen Berufskraftfahrer in Europa gestimmt. Die Änderungsanträge des Ausschusses zum EU-Mobilitätspaket würden den Ausschluss von Straßenarbeitern von der neuen EU-Richtlinie über entsandte Arbeitnehmer bestätigen - den Fahrern das Recht auf ein faires Entgelt bei grenzüberschreitender Arbeit zu verweigern. Sie würden auch weniger Ruhe bedeuten jeden Monat, mit Arbeitgebern in der Lage, Fahrer für drei Wochen mit nicht mehr als 24 Stunden Ruhe auf der Straße zu halten. Das Risiko von Ermüdungsunfällen ist klar.

    Diese Beschlüsse haben Vorrang vor einem früheren Abstimmungspaket im Beschäftigungsausschuss, der die Forderungen der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften unterstützte. Allerdings muss das Plenum des Europäischen Parlaments noch über den Abschlussbericht abstimmen, und die Mitgliedstaaten im Rat haben noch keine gemeinsame Position erreicht.

    Roberto Parrillo, Präsident der ETF Road Section, kritisierte die Entscheidung der Europaabgeordneten, die Fahrer vom fairen Lohnprinzip der neuen Richtlinie über die Entsendung von Arbeitnehmern auszunehmen. "Die Europäische Union hat sich kürzlich selbst dazu beglückwünscht, dass sie den Arbeitern, die für die gleiche Arbeit in ein anderes Land entsandt werden, das gleiche Entgelt zahlen wie den örtlichen Angestellten. Warum in aller Welt verdienen Straßentransportarbeiter nicht die gleiche Gleichheit? Ein permanenter Ausschluss des Straßenverkehrs von den Entsendegesetzen ist ein Votum zur Legalisierung von Sozialdumping und Lohndiskriminierung in Europa. Eine EU, die behauptet, eine "soziale Säule" aufzubauen, kann europäischen Arbeitnehmern diese Behandlung nicht auferlegen. "

    Frank Moreels, ETF-Präsident, äußerte sich sehr frustriert über die Entscheidung, die Ruhezeiten der Fahrer zu verkürzen. "Die nächsten Europawahlen kommen näher und die EU steht vor einer Welle von euroskeptischem Populismus. In diesem Moment haben die Abgeordneten die Forderungen der Wirtschaft nach der Qualität der Arbeitsplätze und der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ausgewählt. Wenn diese Entscheidung zutrifft, werden die Berufskraftfahrer weniger Zeit pro Monat haben, mit längeren Zeiträumen von zu Hause entfernt. Das bedeutet müde Fahrer, und wir wissen, dass Müdigkeit auf der Straße tötet. Wie inspiriert dies zum Glauben an das europäische Projekt? Wir werden diese kurzsichtige Entscheidung auf ganzer Linie bekämpfen, aber heute ist ein herber Schlag. "

    Eduardo Chagas, ETF-Generalsekretär, hob den Rückschritt beim Schlafen in Fahrzeugen hervor. "Es ist schockierend, dass die Europaabgeordneten dafür gestimmt haben, ein kürzlich ergangenes Urteil des EuGH gegen Fahrer, die ihre langen Pausen in ihrem Fahrzeug verbringen, aufzuheben. Die Autofahrer haben jetzt viel mehr Wochenenden in den Fern- und Reisebusparks, die weit weg von zu Hause sind und auf der Straße oder in ihren Kabinen kochen. Sie können ein soziales Europa nicht auf einer solchen Ausbeutung und schlechten Bedingungen aufbauen. "

    [ENDE]

    Für weitere Informationen und Interviews mit Arbeitnehmern und Gewerkschaftsaktivisten wenden Sie sich an:

    Cristina Tilling , Europäische Transportarbeiterföderation

    Politischer Sekretär für den Straßenverkehr

    c.tilling@etf-europe.org

    +0032 478 55 81 35

    Hintergrundinformation

    Das EU-Mobilitätspaket ist eine umfassende Reform der Vorschriften für Straßenverkehr und Güterverkehr in Europa. Eine schlechte Reform könnte sich für die nächsten Jahrzehnte verheerend auf die Verkehrssicherheit und die Arbeitsbedingungen von Berufskraftfahrern auswirken.

    Es gibt Risiken an vielen Fronten:

    ● Weniger Ruhe -> Ermüdungsgefahr

    ● Geringes Entgelt -> Ausbeutung und Sozialdumping

    ● Am Wochenende in Fahrzeugen schlafen -> schockierende Bedingungen und schlechte Ruhe

    ● Mehr Kabotage -> unfairer Wettbewerb

    Nach ersten Vorschlägen der Kommission wird das Paket derzeit im Europäischen Parlament diskutiert. Das gesamte Parlament wird noch ratifizieren. Inzwischen debattieren die Mitgliedstaaten ihre Ansichten im EU-Rat.

    Arbeitnehmervertreter setzen sich seit 2016 für ein faires Mobilitätspaket ein, das oft von Partnerorganisationen im Bereich der Verkehrssicherheit unterstützt wird. Lesen Sie mehr auf dem ETF Road Blog .


    http://www.etf-europe.org/etf-press-...ssdetail/11785

    Der Link geht auf die englische Originalausgabe.

  2. #2

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Es ist bald soweit,dass man sich für seinen Beruf,welchen man fast 40 Jahre mit Engagement,Motivation und Leidenschaft ausgeübt hat,schämen muss!
    Es ist wieder bezeichnend,wie menschenverachtend diese EU sich präsentiert.Damit möchte man nichts mehr zu tun haben!
    "Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten!Der Kranke leidet niemals unter ihr,die,die leiden,sind die anderen!" Paul-Henri Spaak

  3. #3

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Da wurde sicher bei den bundestagwahlen etwas falsch gemacht ......
    Unsere größte befürworterin, die Tante aus dem Osten der Republik, kann ja da weitermachen, was sie auch vor den Wahlen getan hat, in Sachen EU.

    jeder hatte bei der Wahl, die Möglichkeit gehabt möglicherweise etwas zu ändern.
    Wenn ich unsere letzten drei Bundeskanzler sehe, jedes Jahr weiter die karre in die scheiße gefahren, und trotzdem wieder gewählt

    na super.
    Gruß Herb.

    " ich nehme mir die Freiheit, eigene wege zu gehen "

    " nicht Ärgern und Schreiben was man in unserem Land nicht hat, sich lieber daran erfreuen und Schreiben was man hat "

  4. #4

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Und die AfD hätte unser Land und die EU in ein Schlaraffenland verwandelt?

  5. Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Vermutlich nicht, aber vielleicht wäre es nicht so einfach gewesen am Volk vorbei zu regieren. Wie gesagt vielleicht.
    Aber genau diese Sachen sind es die die Wähler zu den Radikalen treiben. Ganz egal ob links oder rechts.......
    Werder Bremen- Lebenslang grün-weiß

  6. #6

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Der Mist ist in Brüssel verzapft worden und nicht in Berlin. AM ist sicher nicht meine "Freundin" aber hier hätte ein Veto aller Hochlohnländer gegen Osteuropäische Bestrebungen nur bedingt geholfen da auch westeuropäische Spediteure auch davon profitieren wenn LKW ausgeflaggt werden. Das dabei gutbezahlte Arbeitsplätze durch schlecht bezahlte ersetzt werden wird dabei in Lauf genommen. Ich kann nur jedem Anfänger raten sich genau zu überlegen was er macht und sich von Anfang an zu spezialisieren.
    Gruss Tim

    Gruppe: Chemietankerfahrer

  7. #7

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Herrliche Aussichten und absolut familienfreundlich! Wohl dem, der das Rentenalter bald erreicht hat. Das fördert ungemein den Willen diesen Beruf zu ergreifen!

    Die angenommenen Texte der Verkehrsministern werden, wenn sie vom
    Plenum des Parlaments gebilligt werden, der Standpunkt des EP für die
    Verhandlungen mit dem Rat sein. Die Verhandlungen können dann beginnen,
    sobald der Rat seinen Standpunkt festgelegt hat.

    Habe mir den englischen Text von alterelch mal vorgenommen.
    Demnach ist es eine Gesetz-Vorlage, die durch den Rat muss, wenn
    ich das richtig interpretiere.

    Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit diesen Schwachsinn noch zu stoppen?
    Eine Verabschiedung zu blockieren? Was haben die Kraftfahrerkreise vor,
    was gedenken sie zu unternehmen? Die Frage geht Richtung alterelch.
    Darf doch nicht wahr sein!

    Tim
    Der Mist ist in Brüssel verzapft worden und nicht in Berlin. AM ist sicher nicht meine "Freundin" aber hier hätte ein Veto aller Hochlohnländer gegen Osteuropäische Bestrebungen nur bedingt geholfen da auch westeuropäische Spediteure auch davon profitieren wenn LKW ausgeflaggt werden. Das dabei gutbezahlte Arbeitsplätze durch schlecht bezahlte ersetzt werden wird dabei in Lauf genommen.
    Einerseits richtig, andererseits ist die Niedriglohn-Politik der Bundesregierung, der Lobbyismus im Bundestag mit Schuld an dieser Entwicklung. Es sieht auch nicht
    danach aus, dass sich das groß ändern wird, leider.

    Als Randbemerkung, die AFD ist der Super-Gau für DE. Habe mir die letzten
    Debatten im Bundestag "angetan", eine Zumutung für das hohe Haus und
    beschämend für DE. Aber die Regierungsarbeit der letzten Jahren hat uns
    das eingebrockt, keine Frage.
    Meine Ratschläge sind keine Rechtsberatung, sondern basieren auf Lebenserfahrung
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  8. #8

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Ich mache es kurz......
    https://www.eurotransport.de/news/ep...-10178512.html

    Kennt jemand ein auslieferungsicheres Land? Bald kann ich mich nicht mehr zurückhalten.
    Nicht mehr aktiv

  9. #9

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Und wer zahlt mit Abstand die meisten euro/s in den EU Topf, und meint mit aller gewalt vorreiter sein zu müssen ......
    Gruß Herb.

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  10. #10

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    Standard AW: Dumping und Mehrarbeit auf dem Vormarsch

    Zitat Zitat von Herb. Beitrag anzeigen
    Und wer zahlt mit Abstand die meisten euro/s in den EU Topf, und meint mit aller gewalt vorreiter sein zu müssen ......
    Zahlen--> Wir / Bestimmer (in diesem Fall) -> die Osteuropäer. Mir nutzt diese ganze Diskussion nichts, wenn ich nicht in der Lage bin entsprechend zu kontrollieren. Wer soll es denn machen bei zu wenig Personal?
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