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  1. #1

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    Standard Unser Leben in Spanien

    Als wir damals den Schritt gewagt haben, war uns von Anfang an klar, dass wir nur "One Way" buchen. Uns war Deutschland zu kalt geworden und meine damit ich nicht die die Temperaturen in Deutschland. Wir lebten damals auf dem Land, in der Nähe von Gummersbach. Jeder kannte dort jeden und viele hassten uns, da wir mehrere sogenannte "Kampfunde" hatten! Wöchentlich kamen die Behörden, da irgendein Nachbar wieder sich beschwert hatte. Wir konnten ja gerne bleiben aber unsere Hunde waren für die meisten ein Dorn im Auge. Da ich im Spanienverkehr gefahren bin, entschieden wir uns eher spontan, unsere Sachen zu packen und nach Spanien zu gehen!
    Jetzt stellte uns die Frage, wohin bloss! Da ich immer mind. nach Barcelona gekommen bin, und ich den Ort Empuriabrava schon seit mehr als 10 Jahren kannte, war zumindestens die Gegend ausgesucht. Dazu kam, dass ich dortmehrere Leute kannte und auch ein paar Freunde hatte. Meine Frau war bis dahin, noch nie in Spanien! Während ich auf Tour war, googelte sie sich durch Spanien. Meine Tochter fur dann 3 Wochen mit runter und ihr gefiel es so gut, dass ihre Entscheidung gefallen war.
    Also war der nächste Schritt, ein Haus zu finden. Wohnungen waren eher kein Problem aber wir brauchten allein der Hunde wegen ein Haus mit Garten! Auf Privater Ebene war nichts zu finden, sodass wir uns an einen Makler wandten! Dieser bot uns 3 Häuser an! 2 in Empuria und eines etwa 13 km weiter ins Landesinnere! Wir entschieden uns für ein Haus in Empuria, direkt am Maurici See! Haus mit Garten und direktanliegendem Bootsanlegesteg.
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    Dort lebten wir dann 1 Jahr und mussten feststellen, das Touris sehr anstregend sein können. Vorallem hatten wir das Problem, dass wir bei den Einheimischen, immer noch als Touris galten. Wir waren Deutsche, hatten mitten in der Tourihochburg von Empuriabrava ein Haus! Das wollten wir ändern! Wir entschieden uns, auch da das Haus nicht annähernd, den Preis wert war, den wir montatlich überweisen mussten! Keine Heizung, undichte Fensterrahmen usw.
    Da es einfacher ist, ein Haus zu finden wenn man direkt vor Ort lebt als von Deutschland aus, fanden wir relativ schnell ein neues Haus! 3,5 km von Empuriabrava entfernt und in den Sommermonaten wesentlich ruhiger. Also zogen wir Ostern 2011 nach Castello d´Empuries.
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    Hier hatten wir unsere Heimat gefunden! Auch änderte sich der Kontakt mit den Einheimischen sehr schnell! Wir waren nicht mehr die Touris, sondern gehörten jetzt dazu. Man sprach immer von den Deutschen. Dies war nichtmal negativ gemeint! Wir waren jetzt auch bei den Katalanen angekommen. Wir haben ein wirklich schönes Haus gefunden. Wir hatten grosse Räume (was in Spanien sehr selten gibt), hatten einen grossen Wintergarten, einen grossen Garten für die Hunde usw.
    Zum Einkaufen mussten wir zwar immer wieder nach Empuriabrava fahren und hatten zum Wasser 7 km aber das störte uns weniger! Wir fanden hier Freunde und erlebten einige Feste mit. Unteranderem das "Festival Terra de Trobadors".

    Jetzt wollen wir unser Glück im Süden von Spanien finden. Durch Zufall und Glück haben wir dort eine Finca zwischen Alicante und Murcia bekommen! Diese Finca kommt eigentlich dem sehr nahe, was ich mir immer gewünscht hatte! Halt typisch Spanisch! Wir wollten raus aus Katalonien, da ich seit der letzten Wahl, dass Leben hier sehr schwierig sich gestalten kann! Katalonien wollte immer schon eigenständig werden. Das wollen die Katalanischen Politiker jetzt auch mit aller Gewalt durchsetzen! Und da wir Pro Spanien sind, gehören wir hier inzwischen zur Minderheit!
    Die Gegend dort unten ist vorallem wärmer und billiger! Unser Wunsch ist es Weihnachten 2015 schon in Los Montesinos zu verbringen! Dort wohnen wir dann, direkt an einem Naturschutzgebiet und in unmittelbarer Nähe zu den beiden Salzseen. Zum Meer ist es zwar jetzt etwas weiter als hier aber die Zeiten wo wir jeden Tag ans Meer wollten, sind auch schon lange vorbei! Wenn man etwas hat, dann wird es sehr schnell Alltag!
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    Auch wenn für einige, wir immer noch im Urlaub sind, kann ich dazu nur sagen: " Wir leben zwar in Spanien, aber trotzdem müssen arbeiten um hier zu Leben! Wir müssen sogar noch härter Arbeiten um hier zu überleben!"
    Geändert von Dogface (11.11.2015 um 08:05 Uhr)
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  2. #2

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    Sehr schön geschrieben...ich hätte mich nicht getraut,
    diesen Schritt zu gehen.

    Gruß!
    M.P.U
    "Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd"

    chinesisches Sprichwort

  3. #3

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    Gnihihi Flüchtlinge
    Den Nerv mir Listenhunden kenne ich zu gut. Musste allen ernstes mit Stefford Mix aus BaWü fliehen, weil der Wesenstest abgenommen von einer Pudelzüchterin nicht anerkannt wurde... Hier in S-H aber nie Probleme gehabt. Naja, nicht ernsthaft
    Von diesem "Freiheitsbestreben" habe ich gelesen und finde es auch arg bedenklich, wirkt aber eher wie Futterneid und Theaterdonner, weil Souveränität doch sehr unrealistisch scheint.
    Ist die Armut dort wirklich so krass?
    Greets

  4. #4

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    Die Armut hier in Spanien, lässt sich nicht schönreden. Bei einer Arbeitslosigkeit von fast 40 %, sagt schon einiges darüber aus. Die spanische Regierung, die mit harten Kürzungen und happigen Steuererhöhungen gegen die Staatspleite kämpft, hat immer weniger Geld für Arbeitslosenstütze und soziale Leistungen, die auf ein Minimum zusammengestrichen werden.
    Schuld an dieser Misere sind die spanischen Banken! Die neue Massenarmut Spaniens hat wenig mit jenen Gesichtern zu tun, die schon immer schnell in der Gosse landeten: Alkoholsüchtige, Fixer, psychisch Kranke, illegale Einwanderer oder Mitglieder kaputter Familien. Heute sind es immer öfter normale Bürger, die abrutschen. Personen, die früher einen Job hatten, jedes Jahr in Urlaub fuhren.
    Allein fast 2 Milionen Menschen,haben nicht mal Anspruch auf Arbeitslosengeld.
    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!

  5. #5

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    Ich hatte gehofft, die "Netzfrauen" übertreiben, aber dem scheint nicht so zu sein.
    Ärgerlich, dass in D viel zu wenig darüber berichtet wird...
    Danke

  6. #6

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    Im gesamten gebiet Südeuropas sieht es so aus du kannst blind mit den Finger auf ein teil des Südens tippen du wirst immer das gleich Elend sehen.
    Da sind die Leute wenn sie nicht ausgewandert sind Überlebens künstler in meinen Augen.
    Hab ein bekannten da unten der ist Fischer unf der kriegt pro nacht die er auf den Boot verbringt 15 euro wenns ganz Böse kommt.
    Sad but true

  7. #7

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    Nicht ohne Grund, sind die Länder Portugal, Spanien, Italien und Griechenland verschuldet. In den Ländern wurden von Seiten der Banken Kredite ausgegeben, zum Teil ohne Sicherheiten zu verlangen. Die Kredite wurden in vielen Fällen nicht zurückbezahlt bzw. konnten nicht zurückgezahlt werden. Das ein Land dadurch in die Krise gerät bleibt nicht aus! In Spanien kommen noch der extrem hohe Arbeitslosenanteil dazu! Über 50 % der Jugendlichen haben hier keine Arbeit.
    Der freie Fall scheint zwar erstmal gestoppt zu sein, aber was man in 5 Jahren runtergewirtschaftet hat, bekommt man nicht in 3 Jahren wiederaufgebaut!
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  8. #8

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    In Reportagen über Blackrock und Goldmann Sachs tauchen die spanischen Banken auf.
    Auch dort werden die nicht unbedingt lobend erwähnt.
    Wie ich meine, ein Grund mehr, in D sehr genau darauf zu achten was läuft. Auch hier sind beide an den Banken beteiligt und zählen zu den Gewinnern der hiesigen Bankenkrise.

  9. #9

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    Standard AW: Unser Leben in Spanien

    Trotz dieser Krisen und hohen Arbeitslosigkeit ist es ein absoluter Traum hier leben. Man muss sich an viele Dinge gewöhnen, u.a. die Zuverlässigkeit der Handwerker. Bekommt man für morgen früh um 8 Uhr ein Termin, kann man trotzdem morgens noch mit der Familie Frühstücken gehen. Weil vor 10 Uhr passiert garantiert nichts. Auch muss man sich bewusst sein, dass der Lebensstandard noch lange nicht so hoch ist wie in Deutschland. Hier gibt es noch genügend Häuser ohne Dämmung und ohne Heizung. Im Winter bekommt man die Kälte nicht raus und im Sommer die Hitze nicht raus. Wenn das nicht stört, lebt eigentlich sehr gut hier!!
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