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Brummifahrer am Stammtisch
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Um Kriminalität rund um das Kraftfahrzeug wird es gehen, wenn Spediteure
und Berufskraftfahrer morgen Abend zum Stammtisch-Gespräch
zusammenkommen. Dazu lädt die Autobahnpolizei Michendorf mit ihren
Partnern (Dekra, ADAC, Autobahnamt und andere) monatlich – immer am
ersten Mittwoch – ein und hofft auf weitere Anregungen der Kraftfahrer.
Diesmal sind also Referenten der Kriminalpolizei vor Ort, um über
aktuelle Entwicklungen zu informieren sowie Schutz vor Ladungs- und
Kraftstoffdiebstählen zu erläutern.
Mehr als ein halbes Dutzend Brummifahrer hat am Mittwochabend
das Informationsangebot des 17. Fernfahrerstammtisches genutzt. Unter
dem Motto „Tatort Straße“ ging es neben der Diebstahlsicherung von
Kraftstofftanks auch um das Thema Manipulation an Geldautomaten.
Ein Gastreferent der Kriminalpolizei hob in seinen Ausführungen auf die
europaweit steigende Zahl von Dieseldiebstählen ab und unterstrich die
Bedeutung effektiver Sicherungsmaßnahmen. Für die Organisatoren ist der
Stammtisch inzwischen zur festen Größe avanciert.
DEKRA, TÜV und Autobahnpolizei laden an jedem ersten Mittwoch eines
ungeraden Monats zu dem Informationsgespräch im Rasthof Vogtland Nord
auf der Autobahn 72 ein. Nicht nur Polizeioberkommissar Werner Fickert
von der Autobahnpolizei schätzt die überschaubare Atmosphäre: „Im
kleinen Rahmen mit weniger als 20 Teilnehmern lassen sich die vielen
Fragen interaktiv diskutieren und so für den einzelnen auch optimaler
beantworten.“
Der 18. Stammtisch findet am 3. November statt. Dann stehen Fragen rund
um Bußgeld- und Gerichtsverfahren auf der Tagesordnung. Beginn ist 19
Uhr.
Quelle: Märkische Allgemeine
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Hellmann richtet Türkei-Hub in Nordrhein-Westfalen ein
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Einen weiteren Meilenstein zur Verdichtung seines Europa-Netzwerks hat
Hellmann Worldwide Logistics gesetzt: Am 1. September 2010 stellte der
weltweit vertretene Logistik-Dienstleister seinen neuen
Türkei-Hauptumschlagsbetrieb in Bielefeld in Dienst.
Jeweils
am Mittwoch und am Freitag profitieren Hellmann-Kunden von Abfahrten
aus dem neuen Türkei-Hauptumschlagsbetrieb in Bielefeld.
Komplettladungen fährt der Logistik-Dienstleister auch täglich.
Das Lager verfügt über eine Umschlagsfläche von 4300 m² und eine Lagerfläche von 5000 m². 75 Mitarbeiter kümmern sich nach Unternehmensangaben täglich um ein schnelles und reibungsloses Handling der Sendungen. Tägliche Abfahrten bei Komplettladungen
Die
Kunden profitieren von Abfahrten in die Türkei, die jeweils am Mittwoch
und Freitag, bei Komplettladungen auch täglich erfolgen. Ein Team von
Mitarbeitern kümmert sich exklusiv um die Koordination und Abwicklung
der Türkei-Sendungen.
![]() Ausschlaggebend
für uns, den Hub gerade am Hellmann-Standort in Bielefeld zu eröffnen,
war die zentrale Lage und die Nähe zu der exportstarken
Maschinenbau-Region. Die Türkei ist insbesondere für den
Maschinenbaubereich ein enormer Wachstumsmarkt. Hinzu kommen unsere
langjährigen Erfahrungen im Türkei-Geschäft“, erklärt Frank
Niedringhaus, Leiter der Hellmann-Niederlassung in Bielefeld.
Logistikmarkt Türkei wächst kontinuierlich
![]() Bereits im Juli 2010 hat Hellmann Worldwide Logistics seine
Lagerkapazität am Standort Beylikdüzü auf der europäischen Seite von
Istanbul in unmittelbarer Nähe zum Flughafen und zum Hauptzollamt von
3000 m² auf insgesamt 10 000 m²
vergrößert. Beide Maßnahmen zusammen verdeutlichen nach Angaben von
Hellmann die kontinuierlich wachsende Bedeutung des Marktes.
Quelle: MMLogistik
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Finnische Polizei stoppt Trucker an der A 1
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Beamte aus Skandinavien waren zu Gast in Harburg

Skandinavische Polizisten zu Besuch in Harburg. V.l.: Erki
Vikman, Roland Gildemeister, Jari Tiaimen und Jurki Laukkanen. Foto: Michelle Kossel
Harburg. Hyvää Päivää,
Liikkvasta Poliisista! - Guten Tag, Polizeikontrolle:
Schwerguttransportfahrer aus Finnland staunten nicht schlecht, als ihr
Landsmann, Detective Sergeant Jyrki Laukkanen, sie an der A 7 auf der
Raststätte Harburger Berge stoppte und die Einhaltung von
Sicherheitsvorschriften überprüfte. "Die waren ganz schön überrascht und
haben gefragt, ob ich sie überhaupt kontrollieren darf", sagt er
lachend. Der Grund: 13 Polizeibeamte aus Norwegen, Schweden, Dänemark,
Estland und Finnland nahmen im Rahmen des EU-weiten so genannten
C.A.S.H. (Connecting Authorities for Safer Heavy Goods Traffic in the
Baltic Sea Region)-Projektes an der Trucker-Razzia im Hamburger Süden
teil und informierten sich außerdem über die in Deutschland geltenden
Gesetze für den Schwerlasttransport. Im Rahmen von C.A.S.H. sollen die
Polizeibehörden der daran beteiligten Länder die Möglichkeit erhalten,
die landesspezifischen Trainingsmethoden für Verkehrskontrollen kennen
zu lernen. Denn in Europa sollen künftig die gleichen Richtlinien für
den Schwerlastverkehr gelten.
Maßgeblich am Projekt beteiligt ist die Technische
Universität Harburg. Am dortigen Institut für Logistik und
Unternehmensführung werden die im Straßengüterverkehr auftretenden
Gefahren analysiert.
Laukkanen und seine skandinavischen Kollegen waren mit
Beamten der Wasserschutzpolizei im Einsatz - jeweils in ihren
landesüblichen Uniformen, versteht sich. Die Kontrolle von
Gefahrguttransporten gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. "Wir können von
den Verfahrensweisen unserer skandinavischen Kollegen lernen und
umgekehrt", sagt Roland Gildemeister. Der Erste Polizeihauptkommissar
koordiniert die Aktivitäten des C.A.S.H.-Projekts in Hamburg. "Ich fand
vor allen Dingen die Gespräche mit den Kollegen aus den anderen Ländern
toll. So etwas habe ich in meinem Alltag nicht", sagt Laukkanen, der im
Norden Finnlands, in Kuopio, seinen Dienst tut. Seine Kollegen Erkki
Vikman und Jari Tiainen aus Helsinki nicken. "Das ist ein sehr
sinnvolles Projekt."
Bei der Kontrolle auf dem Rastplatz treffen sie auf
Probleme, die sie auch von ihrer Arbeit in Finnland kennen. 67 Trucker,
ihre Fahrzeuge und die Ladung wurden überprüft. 28 Umweltvergehen und 20
Ordnungswidrigkeiten wurden geahndet, vier Fahrzeuge wurden kurzerhand
aus dem Verkehr gezogen. "Einige Lkw-Fahrer sind stundenlang quer durch
Skandinavien und Europa unterwegs, die sind einfach müde und werden dann
unaufmerksam. Unfälle mit Gefahrgut-Trucks haben aufgrund der giftigen
und explosiven Ladung immer schlimme Folgen", so Laukkanen, der über das
hohe Lasteraufkommen auf den Straßen gestaunt hat. "Da ist es in
Finnland sehr viel ruhiger. Es gibt auch nicht wirklich eine Rushhour
mit stundenlangen Staus, wie die Hamburger es hier vor dem Elbtunnel
täglich erleben." Vikman stimmt ihm zu. "Das ist noch nicht einmal in
Helsinki so extrem." Außerdem gibt es in Finnland nicht so hohe
Sicherheitsvorgaben für Gefahrguttransporte wie in Deutschland. "In
Finnland dürfen die Trucker Tag und Nacht und an Sonntagen durchs Land
fahren. Wir haben keine Auflagen", erklärt Vikman. Die Laster seien sehr
viel größer als in Deutschland erlaubt. "60-Tonner mit sieben Achsen
und 25 Metern Länge sind keine Seltenheit", sagt der Polizist aus
Helsinki.
Deshalb sind Vikman und seine Kollegen nicht weiter
erstaunt über einen Lkw, den die Autobahnpolizei Sittensen kürzlich aus
dem Verkehr zog. Der hatte eine riesige Mülltonne geladen und blockierte
damit den Baustellenbereich an der A 1. "Das wäre bei uns nicht so das
Problem. Die Verkehrslage ist einfach entspannter.", so Vikman. Einzige
Regel, allerdings für alle Verkehrsteilnehmer: "Fahrzeuge dürfen nur mit
40 Stundenkilometern durch die Innenstadt Helsinkis fahren."
Die finnischen Polizisten waren außerdem von dem
abwechslungsreichen Aufgabengebiet der Wasserschutzpolizei beeindruckt.
Denn die deutschen Kollegen kontrollieren mit ihren Schnellbooten auch
die großen Containerschiffe, die im Hamburger Hafen liegen. So sind die
Beamten der Wasserschutzpolizei in Harburg am Containerterminal
Altenwerder unterwegs, um Ladung und Papiere zu checken. "Boote haben
meist nur die Kollegen der lokalen Polizei", so Vikman. So, wie Jyrki
Laukkannen. Denn sein Revier, die 90 000-Einwohner-Stadt-Kuopio, ist
nicht nur ein Zentrum für Skispringer, sondern liegt am Kallavesi-See,
ein großes Binnengewässer, das sehr viele Touristen anzieht. Laukkanen:
"Da bin ich als Coast-Guard unterwegs." - Ein Job, den so manch
Harburger Kollege auch gerne hätte. Quelle: Hamburger Abendblatt
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Wieder Steine auf Autobahn
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Berlin - Todesangst auf der Autobahn! Schon wieder warfen die
Brückenteufel am Eingang des Tunnels Tegel etwa 30 Schottersteine von
der Brücke auf die Fahrbahn. Es sind Wiederholungstäter! Bereits
am 23. August waren kurz hinter der Zufahrt Waidmannsluster Damm mehrere
Autos durch Geschosse, die die Täter im nahen Gleisbett finden,
getroffen worden. Unter den Opfern damals Brummi-Fahrer Christian K.
(31): "Plötzlich gab es einen furchtbaren Knall und die Scheibe von
meinen Laster war gesplittert. Das war absoluter Horror." Mit Blick auf
die neue Tat wurde Suchhund "Duke" geordert, ein sechs Jahre alter
belgischer Schäferhund. Er fand jedoch nichts. Passanten sahen,
wie drei Jungen (10 bis 15) vom Tatort flüchteten. Nach ihnen fahnden
Ermittler. Die Kinder sind dringend verdächtig. Hinweise an jede
Polizeidienststelle. Quelle: Berliner Kurier
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Wohin mit all den Brummis?
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An der A5 gibt es zu
wenig Stellplätze für Lkw, die dort vor allem nachts parken wollen. Für
Polizei, Brummi-Fahrer und die übrigen Verkehrsteilnehmer ist das
gleichermaßen ein Problem. Aber Besserung ist nicht in Sicht.
So sieht die Lage fast jede Nacht auf den Parkplätzen entlang der
Autobahn 5 aus. Vor allem in Richtung Süden, in Richtung Basel. Nicht
Pkw stehen dort reihenweise herum und scheinen jeden noch irgendwie
freien Zentimeter Parkfläche ausnutzen zu wollen, sondern die
Schwergewichte der Straße, die Brummis
»Ab Karlsruhe sind die Parkplätze an der A5 in Richtung Schweiz nachts
voll«, sagt Alexander Roßkothen, stellvertretender Leiter der Autobahn-
und Verkehrspolizei Offenburg. »Jede Nacht ist es das gleiche große
Problem, vor allem die Raststätte Baden-Baden ist regelmäßig völlig
überbelegt«, bestätigt auch Thomas Schaufler, Leiter des
Autobahnpolizeireviers Bühl, den Eindruck des Kollegen.
Die Beamten in Offenburg und Bühl teilen sich die Zuständigkeit für den
Streckenabschnitt der A5, der durch die Ortenau führt. Von Appenweier
Richtung Süden ist Offenburg zuständig, für den nördlicheren Bereich
Bühl. Und wenn Schaufler von »völlig überfüllt« spricht, ist das noch
gelinde ausgedrückt. Oft weichen die Lkw auf die Ein- und Ausfahrtspuren
der Park- und Rastplätze aus, um ihre Gefährte für die Nacht
abzustellen. Ein Gefahrenrisiko für jeden Verkehrsteilnehmer. »Solche
Lkw schicken wir weiter«, sagt Roßkothen.
Dabei käme es häufig zu unangenehmen Reaktionen seitens der Fahrer, wie
Schaufler berichtet. Diese hätten oft schon lange nach einem freien
Stellplatz gesucht und seien wenig erfreut, weiterfahren zu müssen. »Wir
haben natürlich Verständnis dafür, drücken auch oft mehr als ein Auge
zu«, sagt der Beamte. Aber wenn ein geparkter Lkw ein zu großes Risiko
sei, müsse die Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer natürlich
Vorrang haben
Quelle: Baden online
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Logistische Leistung im Großformat
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Riesige Maschinen, riesige Gewichte - die
Augen von "Praktikantin" Leoni Groß leuchten. Sie erfüllte sich ihren
langgehegten Wunsch und war einen Tag mit einem Spezialfahrzeug der
Firma Colonia unterwegs.
Praktikantin Leoni Groß (Alle Bilder: Roland U. Neumann)
Bergisch Gladbach / Köln -
Rund 25 Meter hoch ragt der Kran in den Kölner Himmel. Langsam schwenkt
die Hakenflasche über den Trafo, der auf dem Hof der Firma Colonia
Spezialfahrzeuge in Köln-Ossendorf steht. 72 Tonnen wiegt der Kran, 100
Tonnen der Ballast, der als Gegengewicht an ihm befestigt ist.
Schließlich muss der - seinerseits 73 Tonnen schwere - Transformator
sicher vom Hof auf den bereitstehenden Tieflader gehoben werden. Riesige
Maschinen, riesige Gewichte - die Augen von Leoni Groß leuchten. „Ich
war schon als Kind begeistert von großen Autos, von Kranen und Baggern.
Und als in unserer Nachbarschaft eine Baustelle war, bin ich als
Siebenjährige mal mit dem Lkw zur Sandgrube mitgefahren“, erzählt die
Bergisch Gladbacherin, die wenige Meter neben dem rot-weißen Kran steht
und beobachtet, wie Colonia-Mitarbeiter Rundschlingen an dem Trafo
befestigen.
Die 53-Jährige hat sich beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ um ein „Praktikum
für einen Tag“ beworben. Sie schrieb: „Es wäre faszinierend, wenn ich
einen Schwertransport begleiten dürfte.“ Auf Vermittlung dieser Zeitung
machte Stefan Meier, der bei Colonia für die Disposition von
Schwertransporten und Montagen zuständig ist, das „Praktikum“ möglich. „Wir
transportieren regelmäßig Trafos, Baumaschinen sowie große Teile von
Industrieanlagen quer durchs ganzen Bundesgebiet, zum Teil auch ins
benachbarte Ausland“, erzählt Meier der Praktikantin und ihrem Mann Karl
Groß, während sich der Trafo dank Kran-Kraft langsam vom Boden hebt.
Gehalten von den Schlingen, schwebt der Koloss in Richtung Tieflader.
Neben dem Fahrzeug, das heute Nacht nach Bramsche fahren soll, stehen
Einweiser, die im Blick haben, dass der Trafo zentimetergenau auf der
Ladefläche, dem Tiefbett, „landet“. Mit dabei ist Schwertransportfahrer
Bernd Lubowski, den Leoni Groß bei seiner Tour ein Stück begleiten wird. „Wir
haben den Trafo vor Wochen bei einem Hersteller in Süddeutschland
abgeholt und bei uns zwischengelagert. Morgen früh soll er in einer
Umspannanlage in Bramsche gegen einen alten Trafo ausgetauscht werden“,
erklärt Stefan Meier. Angespornt von Groß' Begeisterung zählt er auf:
„Das Fahrzeug ist ein achtachsiger Tieflader mit einer vierachsigen
Schwerlastzugmaschine. Insgesamt ist es 30,65 Meter lang, 3,14 Meter
breit und hat ein Gesamttransportgewicht von 131 Tonnen.“ Samt Trafo
kommt es auf eine Höhe von 4,30 Metern. Damit ist dieser Transport zwar
wirklich schwer, aber nicht extrem breit oder hoch. Meier: „Je schlanker
wir unterwegs sind, desto weniger Auflagen haben wir.“ Der
Speditionskaufmann und IHK-geprüfte Verkehrsfachwirt ergänzt: „Je nach
Größe und Gewicht der Ladung, werden verschiedene Achsmodule und zum
Beispiel Flachbetten miteinander kombiniert. Das ist wie Lego für
Große.“ Inzwischen ist René Schaps zu der Gruppe gestoßen. Der
Kollege von Meier ist für den Außendienst zuständig. „Wenn ein
Schwertransport geplant wird, erkunde ich vorher die Strecke und messe
Engstellen genau aus“, erklärt der staatlich geprüfte
Maschinen-Techniker. „Ich hätte erwartet, dass Sie das im Internet
recherchieren“, sagt Leoni Groß, die seit 36 Jahren beim
Landschaftsverband Rheinland arbeitet und dort heute bei dem IT-Betrieb
LVR-Infokom Sachgebietsleiterin für Finanzen, Controlling und Abrechnung
ist. „In den meisten Fällen muss ich die Strecke abfahren“, sagt
Schaps. Probleme könnten enge Kurven bereiten oder Brücken, die nicht so
schwer belastet werden dürfen. Laut Meier muss das Schwergut manchmal
unterwegs auf andere Fahrzeuge umgeladen werden: „Zum Beispiel wenn ein
Trafo nur auf einem Tieflader unter Brücken durchpasst, der Trafo aber
wegen seiner Länge beim Kunden nicht um die Ecken herum kommt und auf
ein kürzeres Fahrzeug umgeschlagen wird, das wiederum für die Brücken
unterwegs zu hoch wäre.“ Kurz: Die Planung ist eine komplizierte
Rechnerei mit Längen, Breiten und dem jeweils zulässigen Achsdruck. Leoni
Groß hat viele Fragen zu den Abläufen. Zwischendurch darf sich die
Gladbacherin, die als Geburtstagsgeschenk schon mal Bagger gefahren ist
und im Kanada-Urlaub in einem Truck probesaß, unter Aufsicht im
Führerhaus des Krans umschauen. Fahrer Lubowski und die Helfer sichern
den Trafo vorschriftgemäß mit Anti-Rutsch-Matten und Zurrketten. Bis zur
Abfahrt werden noch Stunden vergehen. Dieser Schwertransport darf nur
zwischen 22 Uhr und sechs Uhr morgens stattfinden. Meier führt Leoni
Groß über das Colonia-Gelände. „Eine Augenweide“ sind für sie die mit
moderner Technik ausgestatteten Spezialfahrzeuge. Im Büro des
Schwerlast-, Abschlepp- und Kran-Unternehmens erzählen Meier und Schaps
von der behördlichen Genehmigung, die für Schwertransporte eingeholt
werden muss. Dabei wird exakt festgelegt, welche Route der
Schwertransport nehmen darf. „Verfahren dürfen wir uns nie“, sagt auch
Brigitte Wilke, die heute Nacht das Begleitfahrzeug, einen Kastenwagen
mit Warnschild, steuern wird. Nächtliche Abfahrt Inzwischen
ist es neun Uhr abends. Die Praktikantin hatte drei Stunden Pause. Nun
steht sie mit Wilke und Fahrer Bernd Lubowski neben dem beladenen
Schwerlastzug und wartet auf die Polizei, die sich wegen eines anderen
Transports verspätet. Lubwoski erzählt, dass er seit 36 Jahren für
Colonia arbeitet. „Die ersten vier Jahre bin ich Abschleppwagen
gefahren“, sagt der gelernte Autolackierer. „Dann habe ich den
Lkw-Führerschein und zusätzliche Schulungen gemacht.“ Seither hat er
Boote, Straßenbahnwaggons oder auch 50 Meter lange Bleche transportiert.
Als die Polizei die Papiere kontrolliert und die Absicherung des
Trafos begutachtet hat, klettert Leoni Groß neben Lubowski in die 530
PS starke Zugmaschine. Wilke, die mit ihrem Mann die Firma SBL für
Schwertransportbegleitung und Logistik hat, folgt dem Transporter im
Begleitfahrzeug, um den folgenden Verkehr zu warnen und auf Brücken vom
Überholen abzuhalten. Auf einzelnen Abschnitten muss die Gegenspur für
den Lkw-Verkehr gesperrt werden. Dafür soll die Polizei sorgen, die den
Transport streckenweise mit einem Einsatzwagen begleitet. Lubowski
steuert den Transporter souverän. In engen Kurven stimmt er sich über
Funk mit Wilke ab, die ihn dann lotst. „Lupo ist ein sehr guter Fahrer“,
sagt sie. In engen Kurven müsste die Begleiterin notfalls per
Fernbedienung die Räder des Achtachsers nachlenken. „Aber das wird bei
dieser Tour nicht nötig sein.“ Der Schwertransporter erreicht auf der
Autobahn bis zu 80 Stundenkilometer. Nach gut einer Stunde Fahrt steuert
er eine Autobahnraststätte an, um Leoni Groß aussteigen zu lassen. Bis
Bramsche wird Lubowski noch ein paar Stunden brauchen - zu lang für die
Praktikantin, die am nächsten Morgen wieder im Büro sitzen muss. Später
schwärmt sie von der Tour als einem „unbeschreiblichen Erlebnis. Wenn er
nicht so teuer wäre, würde ich glatt einen Lkw-Führerschein machen.“
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Kolumne „Mein Urteil“ „Arschloch“
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Wenn ein Kraftfahrer zu einem Kunden seiner Spedition mehrfach
„Arschloch“ sagt, ist das nicht unbedingt ein Grund zur Kündigung. Das
hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschieden. Eine
bessere Werbung für Zeitarbeit als solche Urteile gibt es nicht. 26. August 2010 „Arschloch“,
sagte der Kraftfahrer mehrfach zum Kunden seines Arbeitgebers, der ihm
auf seinem Betriebsgrundstück Anweisungen zum Fahrverhalten gegeben
hatte. Die Spedition kündigte - zu Unrecht, sagt das
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein (Az.: 4 Sa 474/09): erstens weil
der Kraftfahrer nicht definitiv wusste, wer ihm da gegenüberstand;
zweitens handele es sich zwar um eine strafbare Beleidigung, aber doch
um eine einmalige Entgleisung. Die Kündigung scheitert, der Arbeitgeber
hätte nur abmahnen dürfen. Dass der Arbeitnehmer bei diesem Kunden
Hausverbot habe, schade nicht; er sei anderweitig einzusetzen. Dass der
Fahrer die Kundenbeziehung zu seinem Arbeitgeber gefährdet und damit
Arbeitsplätze aufs Spiel setzt, hat das Gericht gesehen, aber nicht für
ausreichend erachtet. Der Arbeitgeber bezahlt seine unwirksame Kündigung
mit gut 10.000 Euro Lohn, den er nachzahlen muss. Die üblichen
nachlaufenden Lügengeschichten des Arbeitnehmers dürfen wir nicht als
Charaktermangel, sondern nur als unschickliche Verteidigung nehmen. Umgekehrt
dürfen wir sicher sein, dass eine Kündigung des Kunden keine
nennenswerte Schadenshaftung des Arbeitnehmers zur Folge hätte. Auch
dort schützen Arbeitsgerichte denjenigen, der zwar vorsätzlich seine
Pflichten verletzt, aber vom Schaden nicht weiß. Und wir dürfen sicher
sein, dass eine Bemerkung im Arbeitszeugnis, der Arbeitnehmer lasse es
mitunter an der gebotenen Höflichkeit fehlen, vom Arbeitsgericht als
nicht hinreichend wohlwollend gesehen würde. Quelle: Frankfurter Allgemeine
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Raser geblitzt: Lichtenfelser Polizei bittet 170 Verkehrssünder zur Kasse
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Bei Tiefenroth einem Lichtenfelser Stadtteil hat die Polizei gestern bei einer Radarkontrolle 170 Raser zur Kasse gebeten.
Sechs
Fahrverbote haben die Beamten verhängt, 51 Bußgeldanzeigen ausgesprochen
und 115 Verwarnungen.
Der schnellste Brummi war mit 93 km/h durch die Messstelle an der B 289
gerast, der Tagesschnellste war ein Pkw mit 170 km/h bei erlaubten
100. Knapp 500 Euro Bußgeld, 4 Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges
Fahrverbot sind die Folge. Quelle: Radio Plassenburg
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Hunderte Brummi-Fahrer ignorieren Verbot
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Kornwestheim Eine Kontrolle zeigt, dass täglich etwa 350 Schwerlaster durch die Solitudeallee fahren.
Mit Hilfe von Messplatten, die in der Straße verlegt wurden, hat die
Stadt Ludwigsburg eine Woche lang kontrolliert, ob das Durchfahrtsverbot
am nördlichen Rand Kornwestheims eingehalten wird. Das Ergebnis:
Durchschnittlich 350 Lastwagen über 3,5 Tonnen - sie dürfen seit Februar
nicht mehr durch Solitudeallee und Hohenzollernstraße fahren -
rauschten pro Tag durch die gesperrten Gebiete. Vor dem
Durchfahrtsverbot waren es zwar mit 800 Lastwagen täglich noch deutlich
mehr. Trotzdem ärgert sich der Ludwigsburger Erste Bürgermeister Konrad
Seigfried, dass so viele Brummi-Fahrer die Sperrung ignorieren: "Dies
ist nicht hinnehmbar."
Was Seigfried und seinen Kollegen Gerald Winkler, Leiter des
Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, besonders wurmt: Bei einer
Lkw-Kontrolle der Polizei, bei der die beiden Verwaltungs-Mitarbeiter
dabei waren, berichteten viele Brummi-Fahrer, dass ihre Auftraggeber die
Solitudeallee noch immer als Anfahrtsweg angeben. Die Stadt Ludwigsburg
will daher noch einmal auf die Firmen in den Gewerbegebieten zwischen
Ludwigsburg und Kornwestheim zugehen und sie auffordern, die gesperrten
Straßen aus ihren Anfahrtsskizzen zu nehmen. Zudem kündigen die
Ludwigsburger weitere Kontrollen mit Hilfe der Polizei an.
Die Anwohner werden sich wohl freuen, das zu hören. Sie leiden seit
Jahren unter dem starken Schwerlastverkehr in ihrer unmittelbaren
Nachbarschaft - das Durchfahrtsverbot sollte ihre Situation verbessern.
Dass Firmen inzwischen auf Drängen der Industrie- und Handelskammer
Ausnahmen für das Verbot beantragen können, brachte viele Anwohner und
auch Politiker auf: Kaum sei das Verbot verhängt, werde es schon wieder
aufgeweicht, kritisierten beispielsweise die Grünen. Klagen der
Anwohner, dass nach wie vor Schwerlaster durch die Straßen rollen, waren
denn auch der Anlass für die neuerlichen Kontrollen.
Wie die Stadt Ludwigsburg mitteilt, sind mittlerweile 29
Ausnahmegenehmigungen erteilt worden. Sie gibt es dann, wenn es den
Firmen nicht zumutbar ist, Umwege zu fahren. Die Ausnahmeregelung
beziehen sich aber nicht pauschal auf die Firmen - vier haben
Genehmigungen beantragt - und ihren gesamten Fuhrpark, sondern auf
einzelne Wagen. Diese Fahrzeuge dürfen die Solitudeallee und die
Hohenzollernstraße von 6 bis 18 Uhr befahren. Dabei müssen sie die
Sondergenehmigungen dabei haben. Fahrzeuge ohne Ausnahmegenehmigung
müssen Strecken über die B27 und B27a sowie die Westrandstraße wählen.
Quelle: Stuttgarter Nachrichten
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Wedi-Logistik und CS Transporte kooperieren
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Emsdetten, den 24.08.2010. Unter dem Motto "Gemeinsam stark“ starten
zwei renommierte westfälische Dienstleister eine langfristig angelegte
Bündelung ihrer Logistikkompetenzen für regionale Verlader.
Die wedi-Logistik GmbH und die CS Transporte sind inhabergeführte
sowie konzernunabhängige Transport- und Logistikdienstleister aus
Emsdetten, einem regionalen Mittelzentrum im nördlichen Münsterland mit
hervorragender Verkehrsanbindung an das Ruhrgebiet, in Richtung
Niederlande und zu den deutschen Nordseehäfen.
Ziel der Kooperation ist die Bündelung operativer Ressourcen für
nationale und weltweite intermodale Transporte. Gemeinsam wollen die
beiden international agierenden Unternehmen ein umfassendes
Logistikangebot bieten, mit den Servicevorteilen spezialisierter,
regional positionierter Dienstleister.
Starke Partner
"Ich freue mich auf die langfristig angelegte Zusammenarbeit mit
Wedi-Logistik", sagt Carsten Spielmann, Inhaber der CS Transporte &
Logistik. "Die operative Bündelung unserer Stärken wird Kunden eine
Optimierung ihrer Beschaffungs- und Distributionslogistik ermöglichen.“
Nils Müssiger, Prokurist und Leiter Logistik bei der Wedi-Logistik GmbH
sagt, "Wir freuen uns auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit CS,
ein engagierter Partner mit dem wir unser Versprechen einer ebenso
wirtschaftlichen wie serviceorientierten Leistung in den Bereichen
Lagerlogistik, Transportlogistik und Zollabwicklung mit Sicherheit
ausweiten können.“
Highlights der neuen Kooperation sind der Einsatz
zukunftsorientierter RFID-Technik für höchste Bestandssicherheit, das
Angebot ausreichender Ressourcen zur Durchführung von nationalen und
internationalen Volumentransporten und der Know-How-Transfer bei der
Planung effizienter Kontraktlogistik-Lösungen.
Presse
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Überfälle auf Rastplätzen : Brummifahrer leben gefährlic
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Oft können sich Lkw-Fahrer nur gegenseitig helfen und bewachen.
Überfälle auf RastplätzenBrummifahrer leben gefährlich'
Es gibt zu wenige, mit zu wenig Platz und dann ist es auch noch
gefährlich dort zu parken. Den Rastplätzen für Lkw-Fahrern in Europa
wird beim Test eines Verkehrsclubs ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.
Nur neun von 50 geprüften Anlagen sind wirklich sicher, in Deutschland
sind es sogar nur zwei.
Für Lkw-Fahrer gibt es in Europa zu wenige Rastanlagen, die auf ihre
Sicherheits- und Servicebedürfnisse zugeschnitten sind. Das ist das
Ergebnis eines ADAC-Tests von 50 Lkw-Parkplätzen in elf europäischen
Ländern. Trauriges Fazit: Nur 9 Anlagen erfüllen die höchsten
Anforderungen. In Deutschland gibt es nur 2 Plätze, auf denen
Brummifahrer vor Dieben sicher sind: Der Rasthof Uhrsleben an der A 2
sowie der Autohof Wörnitz an der A 7.
Anlass der Untersuchung ist eine Initiative der Europäischen
Kommission, die eine EU-weit gültige Zertifizierung möglichst sicherer
Anlagen auf den Weg bringen möchte. Denn immer mehr Lkw werden –
vorwiegend nachts – an Autobahnenparkplätzen ausgeraubt und die Fahrer
teils brutal überfallen. Der Schaden, der europaweit durch Diebstähle
hochwertiger Güter entsteht, beziffert sich derzeit auf mehr als acht
Milliarden Euro.
Testsieger in England und Italien
So kann es auch gehen: Videoüberwachung und gute Beleuchtung bringen Sicherheit für Brummifahrer.
Als sicher können Anlagen wie die europäischen Testsieger Ashford
International Truckstop nahe Dover in England und Autoparco Brescia Est
am italienischen Gardasee betrachtet werden. Sie verfügen etwa über
hervorragend ausgeleuchtete und videoüberwachte Stellplätze. Ein- und
Ausfahrten werden streng kontrolliert. Dazu kommen zahlreiche
Dienstleitungen, die Brummifahrer benötigen, wie Lkw-Waschanlagen oder
Shops für Ersatzteile.
Der Test konzentrierte sich auf die Kategorien Sicherheit und
Service. Neben den Sicherheitseinrichtungen wurden beim Service unter
anderem die Ausstattung und Sauberkeit der Sanitäranlagen sowie die
Qualität von Restaurant und Shop unter die Lupe genommen.
Nach Ansicht des ADAC gibt es nach wie vor zu wenige Lkw-Stellplätze.
Nachts wissen Brummi-Fahrer oft nicht, wo sie den Lkw abstellen sollen.
Sie parken daher in Zufahrten oder im Pkw-Parkbereich von Rastanlagen.
Das erhöht die Unfallgefahr für alle Autofahrer. Nach Schätzungen der
Bundesanstalt für Straßenwesen fehlen bis 2015 allein in Deutschland
über 20.000 Stellplätze.
Quelle: n-tv.de
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Kriminalität belastet Logistiksektor
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Niederländische LKW-Fahrer leben gefährlich: Das Spektrum reicht von einer Geiselnahme bis hin zu Schießereien mit der Polizei
Versicherung: Organisierte Kriminalität belastet Logistiksektor
Hoogeveen. Für den Speditions- und
Logistik-Sektor in den Niederlanden entwickelt sich das Thema
Kriminalität zu einer immer größeren Belastung und Bedrohung. Der
wirtschaftliche Schaden sei inzwischen auf 500 Millionen Euro
hochgeschnellt, bestätigte Jaap Stalenburg, Sprecher beim
niederländischen Tarnsportversicherungs-Spezialisten Transport
Verzekerings Maatschappij (TVM) in Hoogeveen, gegenüber der
VerkehrsRundschau. "Noch vor fünf Jahren waren es 350 Millionen Euro",
ergänzte er.
Grundlage für diese Aussage sind Erhebungen des niederländischen
Wirtschaftsministeriums. Stalenburg sagte weiter, dass der
Transportsektor inzwischen in den Fokus der organisierten Kriminalität
gerückt sei. Der Bankensektor sei ein weiterer Verbrechensschwerpunkt.
Stalenburg äußerte sich auch besorgt über die Gewaltzunahme gegenüber
LKW-Fahrern. Das Spektrum reiche inzwischen von einer Geiselnahme bis
hin zu Schießereien mit der Polizei, bei der seitens der Kriminellen
sogar automatische Waffen eingesetzt würden. Die gut organisierten
Banden würden ihre Aktionen sehr genau vorbereiten. Dazu gehört auch,
dass sie sorgfältig ihre potenziellen Opfer ausspähen. Besonders hoch im
Kurs seien hochwertige Konsumgüter, die sich schnell zu Geld machen
lassen.
Für den Versicherungs-Experten müssen die Transport- und
Logistik-Unternehmen noch wesentlich mehr tun, um dem organisierten
Verbrechertum die Stirn zu bieten. Diebstahlsprävention ist für ihn das
entscheidende Schlagwort. Dazu gehört auch, dass die LKW-Fahrer
entsprechend geschult werden. Der TVM unternehme sehr viel, um die
Schadensquote nicht ausufern zu lassen. So werden die
Versicherungsnehmer sehr genau beraten. Dazu gehöre auch das Erstellen
einer "Stärke-Schwächen-Analyse" mit dem Ziel, die Schwachstellen
systematisch auszumerzen. Der TVM erwartet von seinen
Versicherungsnehmern, dass sie im Interesse ihres eigenen
Versicherungsschutzes aktiv an den Programmen mitwirken.
Quelle: verkehrs RUNDSCHAU
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Kraftfahrerweltmeisterschaft in Vorarlberg
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Kraftfahrerweltmeisterschaft in Vorarlberg
Bei der 27.
Berufskraftfahrer-Weltmeisterschaft der UICR wird Vorarlberg von 2. bis
5. September der Anziehungspunkt für Brummifahrer aus aller Welt. 300
Bus- und Lkw-Fahrer aus 26 Nationen treten in Rankweil gegeneinander an.
Theoretische und praktische Prüfungen
Die Vorbereitungen für die Veranstaltung,
die alle zwei Jahre stattfindet, seien in vollem Gange, hieß es seitens
der Vorarlberger Organisatoren. Mit den Südafrikanern trafen am Dienstag
die ersten Teilnehmer im Ländle ein. Am Mittwoch sollen sie im
Fahrsicherheitszentrum des ÖAMTC in Röthis zunächst die Gelegenheit
bekommen, sich an die europäische Linkslenkung zu gewöhnen.
Ab 2. September wird es dann auf dem Gelände der Vorarlberger Firma
"Walser Fahrzeugbau" in Rankweil ernst: Nach einem theoretischen Test in
Sachen Straßenverkehrsordnung und EU-Gesetze müssen die Teilnehmer
Schneeketten montieren, Erste Hilfe leisten und die Höhe einer
Durchfahrt schätzen. Zudem sollen die Fahrer zehn eingebaute Fehler bei
der Ladungssicherung und bei der Fahrzeugkontrolle erkennen,
beispielsweise lose Radmuttern oder kaputte Lichter.
Für das Publikum wird der anspruchsvolle Hindernis-Parcours sehenswert
sein. Als Königsdisziplin gilt dabei die Wippe: Der Fahrer muss sein
Fahrzeug mit viel Feingefühl so platzieren, dass die Wippe für fünf
Sekunden im Gleichgewicht bleibt. Aber auch schon beim orthopädisch
richtigen Ein- und Aussteigen sind Punkte zu holen. Gestartet wird in
den Kategorien Lkw über 7,5 Tonnen, Bus, Sattelzug, Anhängerzug,
Lehrlinge und Lieferwagen.
Ziel: Optimal für den Alltag rüsten
Der Wettbewerb habe das Ziel, die
Berufsfahrer optimal für ihren Alltag zu rüsten, so UICR-Pressesprecher
Willi Hensler. Unaufmerksame Verkehrsteilnehmer, eingeparkte Gassen und
vor allem Hektik und Zeitdruck seien die großen Feinde der
Verkehrssicherheit und damit auch des Kraftfahrers.
Nur gut ausgebildete Lenker, die ihr Fahrzeug wirklich beherrschten,
könnten auch mehr Sicherheit garantieren. Zudem sollen auch die
Zuschauer auf die erschwerten Bedingungen für die Fahrer aufmerksam
gemacht werden.
In der UICR (Union Internationale des Chauffeurs Routiers) sind derzeit
laut Homepage über die Nationenverbände insgesamt 1,4 Millionen
Kraftfahrer organisiert, vorwiegend aus West-und Osteuropa, aber auch
aus Amerika und Afrika. Die UICR wurde 1957 in Paris gegründet und hat
heute ihren Sitz in Liechtenstein.
Quelle: Vorarlberg ORF
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Noch 81 Jahre bis Peak Lkw in China
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Kaum war nach zehn Tagen der
100-Kilometer-Stau zwischen der Mongolei und Peking aufgelöst, hat
sich nun schon wieder der nächste gebildet - satte 20 Kilometer länger.
Aber keine Sorge, deutsche Autobauer: Da geht natürlich noch mehr.
Es gibt ein weltweit gültiges ökonomisches Gesetz. Es lautet:
Irgendwo muss die Kohle herkommen. Näheres haben die Betroffenen selbst
zu regeln. In China zum Beispiel kommt die Kohle aus der Mongolei,
genauer gesagt, der Inneren Mongolei. Rein phonetisch klingt das schon
mal verdächtig nach innerem Monolog. Klar, man kennt das aus dem Reich
der Mitte: Bloß keine offene Kommunikation nach außen.
Diesmal allerdings lässt sich nicht verheimlichen, dass mit der Kohle
nicht alles rund läuft. Sie wird in vielen Lastwagen nach Peking
gekarrt, wo die Leute immer Kohle brauchen, und das führt jetzt schon
zum zweiten Mal in rascher Folge zu einem wahnsinnig irren Mega-Stau.
Rund zehn Tage hatten die Brummi-Fahrer beim ersten Mal auf der
sogenannten Expressroute zwischen Jining und Huai'an ausharren müssen,
die Geschwindigkeiten des ziemlich zäh fließenden Verkehrs lagen so bei
einem Kilometer pro Tag. Seit Donnerstag staut es sich wieder, diesmal
zwanzig Kilometer länger, Ende nicht absehbar.
Das zweite weltweit gültige ökonomische Gesetz, auf das wir an
dieser Stelle zu sprechen kommen müssen, ist, dass alles irgendwie mit
allem zusammenhängt. Das kann manchmal ganz schön kompliziert sein, aber
dafür sind wir ja da. Sichten wir also die Fakten, die miteinander zu
verknüpfen wären:
Erstens: China hat im vergangenen Jahr die USA als weltgrößter
Automarkt abgehängt. Zweitens: Bei deutschen Autoherstellern sind
sämtliche Führungsstäbchen seit Monaten im China-Rausch, weil dort so
gerne deutsche Fahrzeuge gekauft werden. Drittens: Nach langen Monaten
der Wartezeit konnte Daimler jetzt endlich mit seinem
Lastwagen-Gemeinschaftsunternehmen mit Foton Motor, dem weltweit
viertgrößten Lkw-Hersteller, loslegen. Viertens: China hat ein etwa zwei
Millionen Kilometer langes Straßennetz. Fünftens: Ein normaler
Sattelzug ist ungefähr 16 Meter lang. Sechstens: Im vergangenen Jahr
wurden in China, dem weltweit größten Lkw-Markt, eine knappe Million
Brummis neu zugelassen.
Wenn man also das chinesische Straßennetz komplett nutzen möchte,
müssen darauf ungefähr 111 Millionen Lkw stehen, bis, wenn man sie dicht
an dicht stellt, der Markt dann aber auch mal so richtig gründlich
gesättigt ist. Wie viele Lkw es in China gibt, ist nicht einwandfrei zu
ermitteln; nach der Erstzulassung schweigt die Statistik.
In Brasilien, so viel ist aus Fachkreisen bekannt, hält ein Lkw bis zum
endgültigen Zusammenbruch etwa 18 Jahre. Sagen wir also mal, es gibt
maximal 21 Millionen Laster in China, okay? Können also noch 90
Millionen Fahrzeuge verkauft werden. Bei einem realistisch geschätzten
Marktanteil von, sagen wir, 90 Prozent aus deutscher oder
deutsch-chinesischer Fertigung braucht es also nur noch 81 Jahre, bis
Peak Lkw für uns erreicht und China komplett mit Lastern zugeparkt ist.
Die stillgelegten Fahrzeuge spielen in dieser Statistik keine Rolle,
weil ja eh alles steht.
Es ist aus dieser Perspektive betrachtet kein Wunder, dass sich
Langlimousinen in China viel besser verkaufen als die europäischen
Shorty-Autos - es geht um Marktanteile, es geht um den Platz auf der
Straße, da muss man sein Revier markieren. In spätestens 80,5 Jahren
sollte man allerdings langsam darangehen, sein Portfolio umzuschichten,
weg von der Autoindustrie.
Wir empfehlen schon mal eine bisher noch weithin unterschätzte
Branche: Förderbänder. Ganz heiße Sache. Denn wenn die Straßen blockiert
sind, muss das ganze Zeug ja trotzdem irgendwie weiterbefördert werden -
und die Lkw-Fahrer freuen sich, wenn ab und zu ein Imbiss
vorbeigefahren kommt. Quelle: Manager Magazin
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Männer-Leiche lag an Landstraße
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Der Körper lag im noch vom Morgentau feuchten Gras neben der
Straße bei Wiesbaden. Hunderte Autofahrer müssen ihn bereits achtlos
passiert haben, als ihn endlich doch jemand entdeckte – und der Kripo einen mysteriösen Fall bescherte.
Es war der Beifahrer eines Brummi, der gegen 8.15 Uhr gute Augen
bewies. Mit seinem Kollegen war der Mann auf der viel befahrenen
Landstraße 3037 Richtung Schlangenbad unterwegs. Zwischen Chausseehaus
und Wenzel-Jaksch-Straße sah er etwas im Gras und brachte seinen Fahrer
zum Stoppen: “He! Da liegt doch einer!” Schnell war klar: eine Leiche. Anruf
bei der Polizei und wenig später war auf der vorher ruhigen Wiese
mächtig was los. Erkennungsdienst, Blaulichter, Flatterband, eine Stunde
Vollsperrung. Mit großem Tamtam nahm sich die Kripo den Leichenfundort
vor. Doch einfach und schnell ließ sich der Fall nicht aufklären.
Klar ist nur: Der Tote ist ein 33-Jähriger aus einer
Betreuungseinrichtung in Schlangenbad-Georgenborn. Er war als vermisst gemeldet. Nicht zum ersten Mal. Doch
wie und warum er bei diesem ungenehmigten Ausflug ums Leben kam, stellt
die Kripo noch vor ein Rätsel. Ein Polizeisprecher: “Unfall,
natürlicher Tod oder Straftat – alles ist denkbar.” Eine Obduktion soll
jetzt Klarheit bringen. Quelle: BILD
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 Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Logistik ist, wenn Züge fliegen lernen
Deutschland ist laut einer Weltbankstudie Logistik-Weltmeister. Doch wer
weltmeisterlich transportiert, der hat viele Probleme, wenn die
Weltwirtschaft wie 2009 nicht läuft. Dieses Jahr geht es wieder bergauf –
und wie. Bei solchen
Wachstumszahlen mag sich mancher verwundert die Augen reiben. Sechs
Prozent mehr Transporte auf der Straße, sieben Prozent mehr Transporte
zur See, elf Prozent mehr Schienengüterverkehr als im vergangenen Jahr.
Und sogar 19 Prozent Wachstum bei der Luftfracht – das prognostizierte
jüngst das Bundesverkehrsministerium für das gesamte
Logistikgeschäftsjahr 2010.
Der Nachfrageknick ließ die Preise purzeln

Bildunterschrift: Wer organisert in Zukunft Deutschlands Logistik?
Der deutsche
Logistik-Motor: 2010 läuft er also wieder. Was eher schon an ein kleines
Wunder grenzt, denn zu einprägsam sind die Bilder des vergangenen
Jahres. Ganze Lastwagenflotten wurden stillgelegt, dutzende
Containerschiffe an Land angedockt und etliche Frachtflugzeuge – im
wahrsten Sinne des Wortes – in der Wüste zwischengeparkt. Satte neun
Prozent brach der Umsatz der deutschen Logistikbranche insgesamt ein,
12,2 Prozent ging der Welthandel im Krisenjahr 2009 zurück. Und auch
Branchenbeste wie der Luftfrachtdienstleister Lufthansa Cargo wurden
nicht verschont. Ein Drittel weniger Umsatz wurde mit dem engmaschigen
Luftfrachtnetzwerk des Premium-Transporteurs gemacht. Binnen Tagen
führte das zu einem fatalen Teufelskreis, sagt Andreas Jahnke,
Logistikleiter von Lufthansa Cargo am Standort Frankfurt: "Das
Unangenehmste an der Krise war, dass sie zu einem Überangebot an
Frachtkapazität geführt hat und damit zu sinkenden Preisen."

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Dr. Andreas Jahnke: Überangebot und sinkende Preise Besonders
hart traf es in der Krise all jene, die als Spediteure lediglich von A
nach B transportieren – das klassische Speditionsmodell. Sie konnten den
Ausfall von Transportfracht nicht kompensieren. Besser erging es jenen,
die für ihre Kunden neben dem Transport auch noch lagern oder
zusätzliche Dienstleistungen im Katalog hatten, wie beispielsweise die
Auslieferung von Lebensmitteln bis ins Kaufregal oder den Transport von
Kopierpapier bis zum Kopierer. Gerade mit diesen Zusatzdienstleistungen,
unter Logistikern auch Supply Chain Services oder Kontraktlogistik
genannt, werde nach der Krise das Geld verdient, sagt Professorin Evi
Hartmann, Leiterin der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain
Services in Nürnberg: "Diese zusätzlichen Dienstleistungen werden in den
Vordergrund treten und Firmen werden sich eben genau dadurch
differenzieren und das Spektrum des Logistikangebotes wird noch
breiter."
Hochlohnland mit Effizienzvorsprung

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Logistikexpertin Evi Hartmann
An ein deutsches
Logistikwunder glaubt Professorin Evi Hartmann – trotz des ernormen
Aufschwungs 2010 - aber nicht. Dass es jetzt besonders schell mit der
Luftfracht- und der Seegüterbranche bergauf geht, sei einmal der Dynamik
der Branchenbereichs selbst geschuldet. Paradoxerweise wirkten sich
aber auch die traditionell hohen Lohnkosten am Standort
wachstumsfördernd aus, weil deutsche Logistikfirmen schon sehr früh eine
hohe Effizienz- und Prozessqualität entwickelt hätten – um so die hohen
Lohnkosten zu kompensieren, sagt Professorin Hartmann. Das ist eine
mögliche Erklärung, warum sich die Deutsche Bahn Logistikunternehmen DB
Schenker (Landtransport) und DB Schenker Rail (Schienengütertransport),
Deutsche Post DHL oder Dachser als global tätige Logistikdienstleister
etablieren konnten. Natürlich war ihr Aufstieg aber auch dadurch
getragen, dass der Vize-Exportweltmeister Deutschland fast zwangsläufig
auch bei der Logistik weit vorne mitmischen muss – und das natürlich
auch global. Wenn Kunden weltweit operierten, dann müssten dies
natürlich auch die Logistikdienstleister, sagt Karl-Friedrich Rausch,
Leiter der Logistiksparten der Deutschen Bahn. Er ist überzeugt, dass
die Dichte der eigenen Netzwerke über den Erfolg entscheide: "Der Kunde
möchte in vielen Fällen sagen, ich habe einen Dienstleister, der nimmt
mir das Problem Logistik ab. Und wir müssen dann sagen können: Ja, wir
tun das. Und wir können nicht sagen: aber ich mach das nur in der
Eisenbahn in Deutschland oder ich mache es nur im Landverkehr in
Finnland. Sondern ich muss dem Kunden die globale Lösung anbieten
können."
IT und Grüne Logistik: keine Moden, sondern Überlebensfragen

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Die Digitalisierung der Logistikketten schreitet voran
Transparenz hat sich
dabei zu einem der entscheidenden Erfolgsfaktoren entwickelt. Denn vor
allem die Anbieter haben besonders gute Wachstumsaussichten, die ihre
Logistikkette schon frühzeitig durch gezielten Einsatz von
Informationstechnologie für den Kunden transparent gemacht haben. Jetzt
arbeiten viele Unternehmen mit digitalen Barcodes. Morgen werden sie –
vor allem bei teuren Gütern – mit sogenannten RFID-Chips arbeiten. Diese
Funkchips können auf dem Weg einer Ware zum Empfänger viele Daten
speichern und sind für Kunde wie Dienstleister jederzeit abrufbar. "Die
Frage, wie kann der Kunde die Ware verfolgen, die er global auf die
Reise schickt. Das ist ein wichtiger Wettbewerbspunkt, den wir in
Zukunft beachten müssen", sagt auch Karl-Friedrich Rausch, Chef der DB
Logistiksparten.
Und wie lassen sich
Logistikketten klimafreundlicher und damit energiesparender
organisieren, das ist die nächste große Herausforderung der Branche, oft
zusammengefasst unter dem Stichwort "Grüne Logistik" Noch haben
Wissenschaftler Schwierigkeiten, methodisch korrekt die CO2-Bilanz für
Logistikketten zu berechnen. Das ist aber eine Vorraussetzung, um
langfristig die klimaschädlichen Emissionen überhaupt reduzieren zu
können. Doch auf die Wissenschaft warten müsse niemand, sagt Professorin
Evi Hartmann: "Ein Drittel der LKW-Fahrten auf Deutschlands Straßen
sind noch immer Leerfahrten." Es sei fraglich, ob Lastwagen für eine
halbe Palette wirklich auf die Straße müssten. Es brauche ein Umdenken
in der Branche, dass das eigene Dienstleistungsniveau nicht mehr nur
maximiert werden müsse, sondern – im Lichte von CO2-Einsparungen – eher
optimal sein sollte. "Und dieses Optimieren, das können die
Logistikdienstleister mit ihren Kunden nur gemeinsam."
Dem Logistik-Weltmeister fehlt der Nachwuchs
Vielfältige Aufgaben,
weltweit vernetzt: Deutschlands drittgrößter Wirtschaftszweig mit einem
Jahresumsatz von mehr als 200 Milliarden Euro 2009 erfüllt alle
Vorraussetzungen für ein besonders attraktives Berufsumfeld. Und
trotzdem ist bei Reedereien, Frachtfluggesellschaften, Binnenschiffern
und Straßentransporteuren vor allem eines zu hören: es herrscht ein
akuter Mangel an hochqualifizierten Fachkräften. 2,7 Millionen Menschen –
so schätzen Branchenverbände – sind in Deutschland mit der Planung und
Steuerung von Logistikdienstleistungen beschäftigt. Einige zehntausend
mehr bräuchte die Branche aber wohl. Andreas Froschmayer, Leiter der
Unternehmensentwicklung bei Dachser, wagt einen Erklärungsversuch:
"Viele Studenten oder Auszubildende kommen gar nicht auf diese Branche,
die eigentlich sehr interessant ist, weil sie eben auch diesen
weltweiten kulturellen Aspekt hat, den viele andere Branchen nicht
haben." Am Telefon mit Delhi, per Email Kontakt mit Duschanbe und
Geschäftstreffen mit Vertretern aus den Golfstaaten. Logistik ist die
Kunst, unterschiedlichste Kulturen miteinander zu vernetzen.
Klingt verlockend? Der
Logistik-Weltmeister Deutschland sucht händeringend nach dem Personal,
das diese Aufgabe in Zukunft noch präziser, noch vielfältiger und noch
grüner macht. Als Branche etwas bekannter zu werden, könnte da
sicherlich helfen.
Quelle: Deutsche Welle
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Das Klagelied der Trucker: „Wir sind die Ärsche der Nation!“
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Die deutschen Trucker sind sauer! Ferien-Fahrverbote,
Zwangspausen und das Gefühl, vom Rest der Menschheit verachtet zu
werden, machen aus dem Brummi-Fahrer einen frustrierten
Verkehrsteilnehmer! „Wir sind die Ärsche der Nation“, meinen viele, die uns mit ihren riesigen Lastwagen auf den Parkplätzen der Autobahn begegnen! Lkw-Fahrer
Steve Schäfer (27): „In Deutschland denkt man: Trucker,
Hauptschulabschluss, kann nicht lesen, nicht schreiben – weil er so blöd
ist, fährt er so'n Ding.“ Dabei – so sagen sie immer
wieder – würde ohne den Trucker keine Zeitung auf den Tisch, kein
Fleisch in die Pfanne, kein Autoteil zum Autobauer kommen. Trucker
sind genervt von Pkw-Fahrern, die keine Rücksicht nehmen. Sie haben
furchtbare Angst, irgendwann ungebremst in ein Stauende zu fahren,
Menschen zu töten! Schäfer: „Wenn man mit einem 40-Tonner auf ein Stauende fährt, sind die ersten sieben Autos vor dir Matsch...“ Und: Die Trucker führen ein einsames Leben. Trucker
Hartmut Malecki (55): „Ich musste mir von meinen Kindern bereits den
Vorwurf anhören: ,Wann warst du für uns da'. Da schluckt man erst
mal...“ Quelle: BILD
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Der Lkw-Fahrer konnte sein Gespann noch zum Stehen bringen, bevor er verstarb.
Ein 44 Jahre alter Lkw-Fahrer hat am Montagmorgen auf der A4 in
Osthessen am Steuer vermutlich einen Herzinfarkt erlitten. Bevor er
starb, konnte er einen schweren Unfall noch verhindern.
Der Mann aus Thüringen war um kurz vor sieben Uhr zwischen
Wildeck-Obersuhl und Hönebach in Fahrtrichtung Bad Hersfeld plötzlich
nach links auf die Überholspur ausgeschert und hatte die Leitplanke
gestreift. Der Fahrer schaffte es noch, den mit Eiern beladenen Laster
zum Stehen zu bringen, ehe er zusammenbrach.
Ein Notarzt habe dem Mann nicht mehr helfen können, berichtete die
Polizei Bad Hersfeld. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die A4
musste für eine Stunde gesperrt werden, es bildete sich ein Stau von 15
Kilometern Länge.
Quelle:hr Online
Brummionline spricht der Familie sein tiefes Beileid aus
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Antimaterie-Detektor startet mit dem letzten Shuttle ins All
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Nach 15 Jahren Bauzeit wird ein Antimaterie-Detektor
die Reise ins All antreten. Aus Genf wird das Gerät in die USA
transportiert, wo es mit dem letzten Space-Shuttle-Flug zur ISS fliegen
wird. Mit dem AMS genannten Gerät wollen Forscher erstmals die Existenz
von Antimaterie im Weltall nachweisen.
Auf dem Genfer Flughafen ist am Mittwoch ein über
7,5 Tonnen schwerer Antimaterie-Detektor für seine Reise zum
Raumfahrtzentrum in Cape Canaveral in Florida verladen worden. Von dort
soll er an Bord des letzten Raumfähren-Flugs im Februar 2011 zur
Internationalen Raumstation befördert werden. Dort wollen Physiker mit
dem Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) genannten Instrument die Existenz
von Antimaterie im Weltall nachweisen.
Nach einigen
kosmologischen Modellen ist beim Urknall neben der normalen Materie
ebenso viel Antimaterie entstanden. Bislang gelang deren Nachweis aber
einzig im Labor. Außerhalb der vor kosmischer Strahlung schützenden
Erdatmosphäre hoffen die Wissenschaftler die mysteriösen Anti-Teilchen
endlich auch in der Natur messen zu können und damit einen Beweis für
deren Existenz zu erbringen – oder zumindest eine Erklärung für ihre
Abwesenheit zu finden.
Darüber hinaus soll das 1,5 Milliarden
Euro teure Gerät durch Messung von Höhenstrahlung Aufschlüsse über die
Existenz von Dunkler Materie liefern, die es nach theoretischen
Berechnungen zuhauf geben soll, mit deren Nachweis sich die Physiker
aber schwer tun.
Für den Transport des AMS nach Florida musste die
US-Luftwaffe um Hilfe gebeten werden. Für einen Jumbo-Jet ist das
Instrument einfach zu groß. Nach 15 Jahren Bauzeit soll es am Donnerstag
an Bord einer C-5M Super Galaxy auf die Reise in die USA gehen. Quelle: focus
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Proteste gegen Atommülltransport vor deutscher Botschaft in Moskau
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Moskau - Mit Gasmasken und Transparenten haben Demonstranten
der oppositionellen liberalen Jabloko-Partei am Dienstag vor der
deutschen Botschaft gegen die Einfuhr von deutschem Atommüll nach
Russland protestiert. Sie wollen die radioaktiven Abfälle, die aus dem
Rückbau des einstigen DDR-Forschungsreaktors in Rossendorf bei Dresden
stammen, nicht in das Land hineinlassen. In der Region im Ural, wohin
der Transport gehen soll, würden die Menschen ohnehin bereits unter
extrem hoher Strahlenbelastung leiden, sagte Parteichef Sergej Mitrochin
auf der von der Miliz scharf bewachten Veranstaltung. Das sei die Folge
einer verbrecherischen Atompolitik Moskaus.
Die Landesregierung von Sachsen, die den Transport
der 951 abgebrannten Brennstäbe mit der staatlichen Atombehörde Rosatom
vereinbart hatte und die die Kosten dafür trägt, leiste "einen Beitrag
zu diesem Verbrechen". Insbesondere Russland, in dem die Korruption
grassiere, die Terrorgefahr und - wie jüngst erlebt - die Gefahr von
Waldbränden groß seien, dürfe kein Ort für die Endlagerung radioaktiven
Mülls sein, forderte Mitrochin. Die russische Regierung sei nicht in der
Lage, Sicherheitsgarantien für Transport, Verarbeitung und Endlagerung
zu geben, heißt es in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel,
das Mitrochin einem Botschaftsmitarbeiter übergab. Darin wird die
Bundesregierung aufgefordert, ihr Veto gegen den Transport einzulegen.
Allerdings existiert eine prinzipielle Vereinbarung
zwischen beiden Regierungen, dass Russland verpflichtet ist, Abfälle
wieder zurückzunehmen, die aus sowjetischen Reaktoren stammen. Der
Reaktor in Rossendorf ist ein sowjetisches Produkt. Doch Mitrochin gibt
sich kämpferisch. Man habe per Gerichtsbeschluss bereits die Einfuhr von
derlei Müll aus Ungarn verhindern können.
Auch im nordrhein-westfälischen Ahaus, wo die Brennstäbe
seit 2005 lagern, regt sich Widerspruch gegen den Transport. "Wir sind
für die nationale Verantwortung bei der Atommülllagerung. Wir sind gegen
jegliche Atommüllverschiebung", erklärte die Initiative "Kein Atommüll
in Ahaus". Quelle: Welt Online
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