Tief „Yve“
stürzt Deutschland in Winter-Depressionen. Die Temperaturen sanken am
Wochenende auf –11 Grad in Hannover. In der Region fielen 10 Zentimeter
Neuschnee, im Oberharz sogar bis zu 30 Zentimeter!
Anfang März verwandelten sich die Straßen rund um Hannover erneut in Eiskanäle. Die Folge: Unfälle, Mega-Staus, Sperrungen.
Die Polizei zählte von Freitagabend bis Samstagnachmittag 208 Glätte-Unfälle!
Besonders
betroffen: die A 2 zwischen Herrenhausen und Hämelerwald. Mehrere
Sattelzüge schlitterten am Samstagmorgen über die vereisten
Fahrstreifen, kippten teilweise um. Ein Transporterfahrer (44) knallte
gegen einen Brummi, kam schwer verletzt in die Klinik. Der
Autobahn-Verkehr staute sich zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und
Helmstedt zeitweise auf bis zu 30 Kilometern!
Auf der A 7
zwischen Hildesheimer Börde und Seesen schleuderten insgesamt drei
Sattelzüge und neun Autos über die Autobahn. Bei Rhüden (Kreis Goslar)
legte sich ein Brummi aus Uelzen auf die Seite. Die meisten Unfälle
gingen laut Polizei glimpflich aus, es blieb weitgehend bei
Blechschäden. Die Streudienste der Straßenmeistereien waren bis
Samstagmittag im Dauereinsatz. Auch Bahnreisende und Flugpassagiere
mussten in Hannover Verspätungen hinnehmen.
Erst am Sonntag normalisierte sich die Lage wieder.
Bundesweit krachte es über 3000-mal. Mindestens zehn Menschen starben.
Bei
einer Massenkarambolage auf der A 93 bei Schwandorf (Bayern) krachten
46 Autos zusammen – 17 Verletzte. Auf der A 4 bei Dresden rasten über
70 Autos ineinander. 24 Personen verletzt.
Meterologe
Günther Fleischhauer (61) vom Deutschen Wetterdienst macht wenig
Hoffnung auf Frühling: „Es bleibt winterlich, mit wenig Schnee, aber
kalt. Tagsüber schwanken die Temperaturen zwischen null und plus drei
Grad, nachts sinken sie auf bis zu -10 Grad.“
Quelle: Bild