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Qualitätsbeweis für Mercedes-Benz Atego
Hohe Wirtschaftlichkeit und eine lange Lebensdauer hat der Mercedes Atego 917 einer österreichischen Spedition bewiesen. Seit dem Jahr 2001 absolvierte der Lkw über 1,33 Millionen Kilometer. Dabei ging es beileibe nicht nur geradeaus über die Autobahn, vielmehr wurden Bergstraßen in 1 800 Metern Höhe und steile Seitenstraßen von Bergtälern befahren.
Der Atego wird im Stückgutverkehr im Zweischichtbetrieb an rund 16 Stunden pro Tag bis zu 600 Kilometer weit bewegt. Sein Motor vom Typ OM 904 LA mit Ladeluftkühlung hat 4,2 Liter Hubraum und 125 kW/ 170 PS. Mit dem ersten Motor und ohne Reparaturen hat das Fahrzeug damit seine Ausdauer bewiesen. ,,Regelmäßige Motoröl- und Luftfilterwechsel alle 60 000 Kilometer sind unser Geheimnis", berichtet der Spediteur Hannes Bundschuh, der sich in seinem mittelständischen Unternehmen mit elf Fahrzeugen keinen Fahrzeugausfall erlauben könnte.
Bereits ein Vorgängerfahrzeug, ein Mercedes-Benz LN 817, hatte einen siebenstelligen Kilometerstand erreicht. Ein parallel eingesetzter Atego 815 von 2004 steuert jetzt die Grenze von einer Million Kilometern an.
Eine Kooperationsvereinbarung ist am Montagvormittag zwischen der Handwerkskammer Hannover und der Berufsbildenden Schule (BBS) Syke geschlossen worden. Und die besagt, dass es eine neue und in dieser Form einzigartige Zusammenarbeit zwischen den beiden Vertragspartnern gibt, denn es wird ein virtuelles "Zentrum Internationale Mobilität in der beruflichen Bildung" gegründet.
Syke. Anliegen der Vereinbarung ist es, die Wichtigkeit und Wertigkeit internationaler Austauschprojekte und dazu passende Begleitangebote herauszustellen. Eine ausbildungsbegleitende Qualifizierung Jugendlicher und gleichzeitig die Förderung von Betrieben, ist ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken - darüber sind sich die Unterzeichner, der BBS-Leiter Horst Burghardt und der Geschäftsführer der Handwerkskammer Jans-Paul Ernsting sowie Walter Heitmüller, Handwerkskammer-Präsident, einig.
Die BBS - seit 2007 Europaschule - hat frühzeitig erkannt, dass die Ausbildung von Fachkräften nicht im eigenen Land stehen bleiben sollte. Den Gedanken, dass Mobilität in der beruflichen Bildung gefördert und letztlich auch strukturell verankert werden sollte, hat die Syker Schule schnell aufgenommen. "Gerade angesichts der vielen Speditions- und Logistikfirmen in Brinkum wollten wir diesem Berufszweig etwas bieten", erklärt Burghardt. "Daher haben wir hier in Syke mit Hilfe des Landkreises eine große Logistikhalle mit allem Zubehör gebaut", fügt er stolz hinzu. Mittlerweile bestehen alle drei Jahrgänge aus acht Klassen. Sogar die Prüfungen werden in der Halle abgenommen. Ab dem 1. August kommen Auszubildende zum Berufskraftfahrer hinzu, die in dem hiesigen Logistikzentrum geschult werden.
Im Landkreis existiert mittlerweile schon ein Kooperationsnetzwerk, an dem mehr als 50 Firmen nach dem Motto "Gemeinsam mehr erreichen" erfolgreich stricken. Ein weiterer Baustein wird die ganz neue Ausbildung zum Europakaufmann sein, dessen schulische Form schon zum nächsten Schuljahr, ab Februar, in der BBS anläuft. Außerdem zählen zu den verschiedenen Projekten, die die Schule europaweit angegangen ist, die Kooperation mit 25 Partnern in 14 europäischen Ländern. Darunter fällt der stetige Austausch von Auszubildenden vieler verschiedener Berufszweige für mindestens sechs Wochen - Ob nun Heizungs- und Klimatechniker, die für mehrere Monate nach Andalusien gehen oder Griechen, die hier in deutschen Firmen an ihrer Ausbildung arbeiten.
Um im Ausland nicht ganz hilflos dazustehen, werden den jungen Auszubildenden Sprachlehrgänge an der BBS angeboten. Neben Englisch auch Französisch und Spanisch. "Das ist kein Urlaub", erklärt Knut Hancker, zuständig für die europäischen Projekte an der BBS. "Es wird ordentlich gelernt und gearbeitet, schließlich müssen die jungen Leute ja auch für ihre Lebenshaltungskosten selbst aufkommen. Übernommen werden nur der Flug, die Unterbringung und die Sprachschule vor Ort."
Das Bild des Landes ändert sich bei den Lehrlingen. Plötzlich stellen sie fest, dass es tatsächlich auch in osteuropäischen Ländern eine hoch entwickelte Computertechnik geben kann - das zeigt die Erfahrung der Schüler. "Das Wachsen an der Aufgabe ist das Wichtige", so Hancker. Damit gemeint ist alles rund um die Organisation des mehrwöchigen Auslandsaufenthaltes. Damit aber auch hier in Deutschland die Firmen darauf vorbereitet werden, junge Leute aus anderen Ländern weiterzubilden, hat die Handwerkskammer Mobilitätsberater eingestellt. Sie sollen einerseits die Jugendlichen beraten, andererseits aber auch Ausbildungsbetriebe.
Beim Kultusministerium, bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde liegt die Ausschreibung für ein Mobilitätszentrum schon vor - man wartet nur noch auf das offizielle "Ja". Dieses Kompetenzzentrum soll unter anderem verbindliche Handlungsstrukturen, einschlägige Vorbereitungs- und Qualifizierungsaktionen sowie ein verbindliches Netzwerk und Partnerschaftsstrukturen schaffen. Dazu müssen sich natürlich bei den Partnern Kompetenzen und auch Ressourcen gegenseitig ergänzen. Es soll eine langfristig angelegte Plattform entstehen. Und natürlich sollen verlässliche Ansprechpartner für Mobilitätsprojekte zur Verfügung stehen, die den Auszubildenden im Dualen System - also Betrieb und Berufsschule - Wege zu einer interessanten und lehrreichen Auslandserfahrung weisen können.
56-jähriger Lkw-Fahrer mit Prothese ist zurück im Beruf
Bad Salzuflen. Ein Lkw-Fahrer mit Beinprothese? "Wir hatten uns dazu noch nie Gedanken gemacht. Auf der anderen Seite: Menschen laufen mit Prothesen Marathon oder Sprintwettbewerbe. Warum also nicht?", meint Jan-Hendrik Linnenkamp. Seit einem Dreivierteljahr kann er es nun ausprobieren. Zu dem Zeitpunkt stellte er Hans-Werner Schöning ein.
Die Behinderung und sein fortgeschrittenes Alter hatten es dem 56-Jährigen schwer gemacht, eine neue Stelle zu finden, weshalb er von Arbeitslosengeld II lebte. Dabei hatte der Salzufler jede Menge Erfahrung als Berufskraftfahrer, wie der Kreis mitteilt. Der Arbeitgeber-Service des Jobcenters Lippe vermittelte Hans-Werner Schöning an Jan-Hendrik Linnenkamp und seine Firma Linnenkamp Internationale Transporte in Bielefeld. Das Jobcenter födert nach Angaben des Kreises die Einarbeitungszeit des Behinderten finanziell.
Die Behinderung und sein fortgeschrittenes Alter hatten es dem 56-Jährigen schwer gemacht, eine neue Stelle zu finden, weshalb er von Arbeitslosengeld II lebte. Dabei hatte der Salzufler jede Menge Erfahrung als Berufskraftfahrer, wie der Kreis mitteilt. Der Arbeitgeber-Service des Jobcenters Lippe vermittelte Hans-Werner Schöning an Jan-Hendrik Linnenkamp und seine Firma Linnenkamp Internationale Transporte in Bielefeld. Das Jobcenter födert nach Angaben des Kreises die Einarbeitungszeit des Behinderten finanziell.
"Bei der Firma Linnenkamp waren von Anfang an keine Vorurteile zu merken", bekräftigt Klaus Januszewski vom Jobcenter Lippe. Der Leiter des Arbeitgeber-Services weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.
Um Betroffenen wie Hans-Werner Schöning in Arbeit zu helfen, geht das Jobcenter zwei Wege. "Zum einen qualifizieren wir die Arbeitslosen", so Januszewski. Im Fall von Schöning hieß das, dass er eine Weiterbildung für den Staplerführerschein und einen Schein für Gefahrguttransporte absolvierte. Zum anderen werden Arbeitgeber gezielt angesprochen.
Schnell war klar: Die Beinprothese ist für Schöning in seiner Arbeit kein Hindernis. Mit Zuverlässigkeit und fachlichem Wissen hat er seinen neuen Arbeitgeber überzeugt. Jan-Hendrik Linnenkamp hat schon öfter Arbeitslose durch Vermittlung des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit eingestellt und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Deswegen findet er den finanziellen Zuschuss des Jobcenters wichtig. Wer wenig Berufspraxis mitbringe, dem gehe öfter mal etwas kaputt, oder er müsse in den ersten Monaten stärker an die Hand genommen werden.
Pößneck (Verkehrswacht/pbb) - Die Verkehrswacht Orlatal e.V., Sitz Pößneck, wird am Donnerstag, 26. April 2012, 19.30 Uhr, wieder „Bewährte Kraftfahrer“ und „Bewährte Berufskraftfahrer“ auszeichnen.
Die Deutsche Verkehrswacht e.V. hat die Auszeichnung „Bewährter Kraftfahrer“ und „Bewährter Berufskraftfahrer“ vor nunmehr mehr als 30 Jahren gestiftet. Diese Auszeichnung kann an Kraftfahrer verliehen werden, die sich im Straßenverkehr als verkehrssicher bewährt haben und sich gleichzeitig verpflichten, auch weiterhin durch umsichtiges, rücksichtsvolles und hilfsbereites Verhalten im Straßenverkehr anderen Verkehrsteilnehmern Vorbild zu sein.
Die Auszeichnung kann deutschen Kraftfahrern mit Wohnsitz im In- und Ausland verliehen werden. Die Verleihung setzt voraus, dass der Antragsteller zum Zeitpunkt der Antragstellung wegen einer Verletzung von Straßenverkehrsvorschriften weder gerichtlich bestraft worden ist, noch mit einem Bußgeld belegt worden ist, das zu einer Eintragung in das Verkehrs-Zentralregister beim Kraftfahrt – Bundesamt in Flensburg (Punkte) geführt hat, ferner nicht wegen eines Verbrechens aufgrund anderer Vorschriften bestraft worden ist. Die Auszeichnung wird für 10, 20, 25, 30, 40 und 50 Jahre im Besitz der Fahrerlaubnis ohne Eintragung in Flensburg zum Zeitpunkt der Antragstellung verliehen.
Bei Berufskraftfahrern trifft das zu für 10, 20 und 30 Jahre als Berufskraftfahrer tätig ohne Eintrag in Flensburg. Bei Berufskraftfahrer ist der Nachweise der Beschäftigung vorzulegen. Bei Abgabe des Antrages ist eine einheitliche Gebühr von 25,00 Euro zu zahlen. Vor der Auszeichnung wird die Bestätigung vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg eingeholt. Nur nach der Bestätigung durch diese Behörde, dass dort kein Eintrag vorliegt, kann die Auszeichnung erfolgen.
Von der Verkehrswacht Orlatal e.V. wurden bisher 269 Kraftfahrer und 24 Berufskraftfahrer mit dieser Auszeichnung der Deutschen Verkehrswacht geehrt. Interessenten erhalten die Unterlagen bei der Verkehrswacht Orlatal e.V., Sitz Pößneck, 03647-415688, bei Anruf werden weitere Einzelheiten geklärt. Für die Auszeichnung am 26. April 2012 müssen die Anträge bis zum 26. März 2012 bei der Verkehrswacht Orlatal e.V. eingereicht sein.
Sittensen. Zum 96. Fernfahrerstammtisch hatte am Mittwochabend die Polizeidirektion Lüneburg alle Berufskraftfahrer, Unternehmer und Interessierte in den Autohof Sittensen an der Autobahn 1 eingeladen.
Das Thema des Stammtisches lautete "Digitales Kontrollgerät - Bedienung und Kontrolle", zu welchem Polizeioberkommissar Rolf-Dieter Budde vom Polizeikommissariat Bremervörde und Polizeikommissarin Andrea Möller vom Autobahnkommissariat Winsen/Luhe als Referenten gewonnen werden konnten.
Zu Beginn wurde erläutert, wann eine Aufzeichnungs- und Nachweispflicht durch ein Kontrollgerät besteht. Fährt man ein Fahrzeug gewerblich, besteht ab 2,8 t zulässigem Gesamtgewicht diese Nachweispflicht.
Das Digitale Kontrollgerät wurde 2006 eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt mussten alle Fahrzeuge bereits bei der Zulassung über dieses Gerät verfügen. Die bereits vorhandenen analogen Kontrollgeräte müssen jedoch nicht durch digitale ersetzt werde.
"Derzeit sind vier Typen des digitalen Kontrollgerätes mit EU-Zulassung im Verkehr, welche durch die Firmen EFAS, Siemens VDO, Stonridge und Actia vertrieben werden", berichtete Andrea Möller. Zu diesen Geräten gibt es vier unterschiedliche Kartentypen, die Unternehmens-, Fahrer-, Werkstatt- und Kontrollkarten. Damit wird den jeweilig berechtigten Personen ein individueller Zugriff ermöglicht.
Kommissarin Möller ging insbesondere auf die personengebundene Fahrerkarte ein, über die ein Großteil der rund 25 interessierten Zuhörer verfügt. Auf dieser Karte werden die Identität des Inhabers, die Fahreraktivitäten der vergangenen 28 Tage und etwaige Geschwindigkeitsüberschreitungen gespeichert. Eine solche Fahrerkarte hat eine Gültigkeit von 5 Jahren, um deren Verlängerung sich der Inhaber eigenverantwortlich kümmern muss.
Anhand eines Anschaukoffers, in dem alle vier Kontrollgeräte verbaut sind, erläuterten die beiden Polizeibeamten den Teilnehmern die Bedienung der digitalen Kontrollgeräte.
In einer regen Abschlussdiskussion konnten viele Teilnehmer ihre Probleme ansprechen und in Zusammenarbeit mit den Referenten klären. Im Anschluss des Stammtisches luden die Moderatoren zum 97. Fernfahrerstammtisch ein. Dieser findet am 07. März 2012 im Autohof Sittensen statt. Oberkommissar Andreas Wolf wird zum Thema "Ladungssicherung" Rede und Antwort stehen.
KIRCHHEIM: Die Rechtsanwälte Andreas Heilmann und Volker Dienst bieten ab sofort auf der Autobahn-Raststätte juristische Hilfe
Auf einem neuen Feld betätigen sich ab sofort die Rechtsanwälte Andreas Heilmann (Speyer) und Volker Dienst (Ludwigshafen). Sie bieten auf der Autobahn-Raststätte in Kirchheim bei Grünstadt juristische Hilfen an.
Es handelt sich laut Heilmann für die Region um ein Pilotprojekt.
Vor allem im bayerischen und thüringischen Raum gebe es vergleichbare Angebote, sagt Heilmann, der sich davon allerdings abheben will. Zum einen werde nicht im Container gearbeitet, sondern in einem angemieteten Raum des Autohof-Gebäudes an der A 6. Zum anderen solle das Spektrum weit übers Verkehrsrecht hinausreichen: Heilmann (41) ist Fachanwalt für Arbeits- und Steuerrecht, der 43-jährige Dienst ist auf Familienrecht spezialisiert. "Probleme bei Scheidung, Trennung und Unterhalt" und "Sorgen mit dem Finanzamt" führt das in Speyer und an der Raststätte ausliegende Flugblatt als mögliche Beratungsthemen auf.
Zielgruppe seien Berufskraftfahrer, die wegen Vorgaben ihrer Arbeitgeber einerseits und verschärften Gesetzen andererseits Schwierigkeiten mit den Ordnungsbehörden bekommen könnten, so Heilmann. Zudem sei ihr Berufsalltag "einem normalen Familienleben nicht unbedingt dienlich", erkennt der Speyerer ein reiches Betätigungsfeld. Seine im Jahr 2005 eröffnete Kanzlei in der Mozartstraße werde unter der neuen Tätigkeit nicht leiden, sagt der Einzelanwalt. Auch bei der Beratungszeit im Leiningerland richte er sich nämlich in Gänze nach den Bedürfnissen der Berufskraftfahrer: dienstags, mittwochs und donnerstags von 18 bis 20 Uhr ist "auswärtiger Sprechtag". In Speyer ändere sich an seinem Einsatz nichts: "Ich kann hier ja bis 17 Uhr arbeiten."
Große Investitionen seien für beide Anwälte nicht nötig gewesen, so Heilmann: "Wir haben beide ja bereits eine seit Jahren funktionierende Kanzleistruktur." Sie hätten sich zunächst für drei Monate bei der Firma Maxi-Autohof (Nordhorn) eingemietet, für die Kirchheim einer von zwölf Standorten bundesweit ist. Die Zusammenarbeit sei aber grundsätzlich auf Dauer angelegt. "Wir wollen zunächst die Resonanz abwarten, danach können die Vertragskonditionen und die Sprechzeiten angepasst werden." Nach Gesprächen mit den Zuständigen vor Ort sei man absolut überzeugt, dass es genug Bedarf für das neue Geschäftsmodell gebe.
Heilmann erwartet vor allem deutsche Klienten, aber auch für die fünf bis zehn Prozent ausländischen Lkw-Fahrer auf dem Autohof sei man offen. Wegen einer neuen Gesetzeslage könnten auch Ordnungswidrigkeiten mit ausländischen Verursachern konsequenter verfolgt werden als bisher. "Diese werden Bußgeldbescheide nicht mehr ignorieren können."
Die Idee haben die Juristen, die beide im Vorstand des Kanu-Clubs Speyer tätig sind, zusammen entwickelt. Derzeit sind sie als "Rechtsanwälte in Kooperation" tätig, denkbar sei allerdings auch eine Firmengründung, wenn sich die Sache ausweiten sollte. Auch für weitere Standorte sei man offen, so Heilmann, der über Anzeigen in Fachzeitschriften und eine Facebook-Seite werben will.
Wegen Körperverletzung muss ein Bullifahrer 900 Euro Geldstrafe zahlen, so lautete das Urteil im Amtsgercht. Der Mann hatte auf der Alfred-Trappen-Straße einen Brummifahrer in dem Führerhaus seines Zwölftonners k.o. gehauen.
Bullifahrer gegen Brummifahrer: Ist in diesem Fall kein ungleiches Rennen, sondern ein heftiger Streit, wer sie wie im Straßenverkehr zu benehmen hat. Der Bullifahrer beendete ihn schnell und schmerzhaft: Er riss die Tür zum Führerhäuschen auf und schlug den Mann am Steuer k.o.
So geschehen am 16. November letzten Jahres in der Alfred-Trappen-Straße in Hörde. Gestern sahen sich die beiden Kontrahenten vor Gericht wieder: Wegen Körperverletzung muss der Bullifahrer 900 Euro Strafe zahlen, so das Urteil von Amtsrichter Mario Pawlowski. Der Mann am Steuer seines Zwölftonners war damals einen Monat lang krank geschrieben: „Ich konnte zwei Wochen lang nicht richtig beißen und kauen.“
„Dieser Bulli versperrte mir den Weg“
An jenem Novembertag, da wollte er seinen Brummi durch die Alfred-Trappen-Straße manövrieren. Allerdings kam er nicht weit: „Da stand dieser Bulli, ich dachte, sicher irgendwelche Handwerker.“ Er habe erst die Nummer gewählt, die auf dem Bulli prangte. „Als sich da niemand meldete, habe ich in den Läden nachgeguckt.“ Im zweiten wurde er fündig – und hier gehen die Aussagen der Männer zum ersten Mal auseinander.
Während der Brummifahrer behauptete, die Ruhe selbst gewesen zu sein, soll der Geschäftsmann beim Einsortieren seiner Ware gleich aggressiv gerufen haben: Probleme? Gibt’s Probleme?“ Die Version des Ladenbesitzers und Bullifahrers: „Dieser Mann kam herein, schrie herum, wer denn so bescheuert parkt, hat dann einen Ständer mit Schmuck umgeworfen.“
„Ich war wehrlos, sah plötzlich Sterne“
Die beiden Herren verließen den Laden, der Brummifahrer kletterte in sein Führerhäuschen und wartete darauf, dass der Bullifahrer nun Platz macht. Stattdessen sah er auf seinem Sitz plötzlich Sterne...
Eine Fußgängerin, die die Szene beobachtet hatte, eilte dem Brummifahrer zu Hilfe: „Er kippte seitlich um auf seinem Sitz, stieg dann völlig benommen aus.“ Sofort habe sie die Polizei alarmiert – sehr zum Missfallen des Bullifahrers, wie sie sich erinnerte: „Der Mann kam aus seinem Laden und schrie: „Wer hat hier die Polizei gerufen?“
Eine Ehrung für unfallfreies Autofahren. Die Verkehrswacht Regensburg
e.V. hat gestern in Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis Regensburg
„bewährte Kraftfahrer 2011“ ausgezeichnet.
Im Landratsamt wurden die Kraftfahrer für 25 und 50 Jahre unfallfreies
Fahren ausgezeichnet. Vier Personen aus der Stadt und vier Personen aus
dem Landkreis Regensburg. Die Auszeichnung gibt es jedes Jahr, da die
Kraftfahrer Vorbild für alle Verkehrsteilnehmer sind und damit einen
großen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr leisten. Allein im
Landkreis Regensburg wird übrigens jeden Tag aus unterschiedlichen
Gründen eine Fahrerlaubnis entzogen. Daran kann man sehen, dass
vernünftiges Fahrverhalten lange keine Selbstverständlichkeit ist.
HERTEN (BZ). Am Mittwoch gegen 19.10
Uhr wurde in Herten aus einem Lkw mit Auflieger Ladung entwendet. Er war
in der Gewerbestraße auf dem Parkplatz der ehemaligen Tankanlage
abgestellt. Als der Fahrer hinkam, sah er die offenen Türen am
Auflieger. Als er sich näherte, sprang ein Mann heraus, rannte zu einem
nahe geparkten dunklen BMW und fuhr davon. Er war etwa 35 Jahre alt und
hatte im Laderaum Kartons mit Keksen aufgerissen. Zeugenhinweise: 07623/740 40.
LKW steckt in Tunnel an der Thuner Allmendstrasse fest
Am Freitagmorgen blieb in Thun ein LKW mit Baucontainer in einem Tunnel stecken. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt.
LKW blieb in Allmendtunnel stecken. Bild: Heinerika Eggermann
Der Unfall ereignete sich um etwa 7.45 Uhr auf der Allmendstrasse in
Thun. Der Lastwagenlenker war von Uetendorf herkommend in Richtung
Rex-Kreisel unterwegs, als sich das Fahrzeug in der Unterführung
verkeilte. Der Lastwagen sei daraufhin in der Unterführung stecken
geblieben und die leere Mulde zur Seite gekippt, wie die Kantonspolizei Bern mitteilt.
Bergungsarbeit war schwierig
Der
Lenker sei dabei leicht verletzt worden, habe aber nicht ins Spital
gebracht werden müssen. Die Bergungsarbeiten waren sehr aufwändig. Der
LKW und der Container mussten mit Hilfe eines Krans aus der Unterführung
gezogen werden.
Die Strasse musste gesperrt werden und war nur einseitig befahrbar. Der Verkehr in Richtung Innenstadt wurde umgeleitet.
Zwieseler Busfahrer findet Tasche mit 4000 Euro und gibt sie ab
Im Vorbeifahren haben am Mittwochmorgen gegen 7.45 Uhr ein Busfahrer eines Zwieseler Unternehmens und seine Begleiterin eine Tasche auf dem Bürgersteig entdeckt. Als sie anhielten und das Fundstück öffneten, staunten sie nicht schlecht: Ein ganzer Packen Geldscheine befand sich darin.
Der Busfahrer lieferte die Tasche umgehend bei der Polizei ab. Insgesamt 181 Scheine lagen schließlich auf dem Tresen im Inspektionsgebäude, zusammen mehr als 4000 Euro. Polizeichef Wolfgang Stiglbauer persönlich übernahm das Geldpaket und verschloss es im Safe, in dem sich sonst nur verwahrte Führerscheine befinden.
Eine Stunde später meldete sich ein sichtlich aufgeregter Geschäftsmann bei der Polizei und fragte, ob vielleicht eine Geldtasche gefunden worden sei. Da der Mann die Tasche genau beschreiben und auch die Stückelung der Geldscheine angeben konnte, wurde ihm der wertvolle Fund schließlich ausgehändigt. Vor dem Verlassen der Dienststelle versprach der Mann, sich umgehend mit den beiden ehrlichen Findern in Verbindung zu setzen, um ihnen einen Finderlohn zukommen zu lassen.
Ein Berufskraftfahrer wurde am Montagabend in der Carl-Legien-Straße von zwei zirka 1,85 Meter großen Räubern überfallen. Der 26-Jährige hatte bereits gegen 14 Uhr seinen 40-Tonner in der Straße abgestellt und seine Ruhezeit genommen.
Beim "Austreten" am Abend wurde er dann plötzlich niedergeschlagen. Die Räuber bedrohten das Opfer mit Schusswaffen und forderten Geld sowie die Kreditkarten. Die Männer trugen schwarze Wollmasken und dunkle Kapuzenpullover. Sie hatten sportlich-kräftige Figuren und sprachen mit osteuropäischem Akzent. Bei einem Gauner war eine Brille unter der Maskierung zu erkennen. Der Überfallene musste wegen einer Kopfverletzung sowie einer Schulterprellung und einer Augenbrauenverletzung in einem Krankenhaus behandelt werden
. Die Kriminalpolizei bittet mögliche Zeugen, die am Nachmittag und am Abend verdächtige Gestalten oder Fahrzeuge im Bereich der Carl-Legien-Straße gesehen haben, um Anruf auf der Hotline 069/8098-1234.
IHK Siegen: IHK stellte 2011 rund 550 Befähigungsnachweise für Lkw-Fah
„Schlüssel rumdrehen und losfahren“, dieses häufig noch vorherrschende Zerrbild vom Kapitän der Landstraße war einmal. Der Beruf ist vielschichtig und wurde mit dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) noch komplexer. Für Führerscheinneulinge wird der Platz im Führerhaus damit vor allem auch eines: teurer. Denn neben dem Führerschein müssen die künftigen Lkw-Fahrer, die sich nicht zum Berufskraftfahrer ausbilden lassen, eine zusätzliche Grundqualifikation vorweisen, was aber auch zugleich zu einer weiteren Eintrittshürde für den schon jetzt nachwuchsschwachen Beruf werden könnte.
In den nächsten Jahren werden viele Brummi-Fahrer aus Altersgründen den Arbeitsmarkt verlassen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass ein erheblicher Anteil frei werdender Fahrerarbeitsplätze neu zu besetzen ist. Auch wenn in den letzten Jahren eine kontinuierliche Zunahme bei der zweijährigen Erstausbildung zum Berufskraftfahrer zu verzeichnen war, reichen die neuen Ausbildungsverhältnisse bei weitem nicht aus. Viele Jahrzehnte versorgte die Bundeswehr das Transportgewerbe mit gut ausgebildeten Fahrern. Diese Quelle ist versiegt. Daher muss der Fahrernachwuchs nun auch über die obligatorische Fahrerqualifizierung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifizierungs-Gesetz (BKrFQG) gewonnen werden. Im Jahre 2011 bestanden bei der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) 101 Personen die entsprechenden IHK-Prüfungen.
Die Profis in ihren 40-Tonnern sind an strenge Regeln gebunden. Unter anderem müssen sie das Know-how für die korrekte Sicherung der Ladung besitzen sowie die Vorschriften zur Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten beherrschen. Die Anforderungen an die Gefahrgutfahrer liegen noch erheblich über denen für andere Fahrzeugführer. Nicht zuletzt durch ihre in Lehrgängen angeeignete Spezialisierung gewährleisten diese Gefahrgutfahrer die Sicherheit und Qualität des Transportes gefährlicher Güter auf der Straße. So konnten seitens der IHK Siegen im vergangenen Jahr 455 „Gefahrgutführerscheine“ nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung und entsprechendem Lehrgang ausgehändigt werden.
Die Gruppe der Fahrschüler, die die Prüfung im Rahmen einer Umschulung bestanden
02.02.2012 13:36:00
Landkreis Rotenburg. (hm). Die Branche der Berufskraftfahrer ist dringend auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Jetzt absolvierten zehn Kandidaten im Zuge einer Fortbildungsmaßnahme des Arbeitsamtes eine entsprechende Umschulung.
In der Fahrschule Jansen bestanden alle nach bester Vorbereitung durch die dafür speziell ausgebildeten Fahrlehrer Dieter Kakerow, Renee Kühn und Reiner Wintjen die Prüfungen C/CE und ADR (Gefahrgut) sowie den Staplerschein. Geschäftsführer Hermann Gerken freute sich mit den Teilnehmern über die guten Leistungen. Zusätzliche Perfektionstrainingstage zeigen den Fahrschülern, welche Kräfte auf den Lkw wirken und wie diese zu beherrschen sind. Dank der Kampagne Bock auf’n Bock wurde das Interesse der jungen Arbeitssuchenden geweckt und so gleichzeitig ein erster Erfolg erzielt, dem Fahrermangel entgegenzuwirken.
Zahlreiche Teilnehmer der Maßnahme haben bereits Stellenangebote erhalten beziehungsweise Verträge unterschrieben. Und sie wollen anderen Mut machen, die sich in ähnlicher Situation befinden. Sie stehen ihren neuen Aufgaben erwartungsvoll gegenüber und zeigen sich begeistert vom neuen Beruf.
Harald Glüsing, Leiter des Job-Centers des Landkreises, bestätigt auf Nachfrage der Rundschau: "Wir sind an dieser Initiative beteiligt und gern bereit, für geeignete Kandidaten nach Wegen zu suchen, eine Umschulung oder gegebenenfalls auch eine Erstausbildung in diesem Bereich möglich zu machen.“
Die Prüfung bestanden haben jetzt Denny Mürmann, Tim Schreiber, Andreas Schulze, Ralph Brüning, Jürgen Finke, Alexander Engel, Stephan Tannenläufer, Christian Brandt und Martin Koch.
Timo Wossmann, 44 (v. l. n. r.), Andreas Lokaj, 34, Geschäftsführender Gesellschafter Adalbert Wandt, 62, Martin Schulz, 64, und Thomas Tomaszewski, 38
Einfach den Lkw-Führerschein machen und dann losfahren? Denkste! Die Wenigsten wissen: Seit über 20 Jahren muss ein Berufskraftfahrer drei Jahre lang lernen.
„Meine Fahrer sind Facharbeiter“, sagt Adalbert Wandt, 62, Chef von 140 Mitarbeitern und 12 Auszubildenden.
Was man in der Lehrzeit lernt? Störungssuche am Fahrzeug, Wagenpflege, Reifenwechsel, Lagerlogistik, Ladungssicherung, Bremsweg berechnen, Fahrstrecken kalkulieren. „Ein Kiesfahrer muss einfach nur abkippen. Unsere Fahrer sind Spezialisten.“ Doch viele seiner Mitarbeiter gehen bald in Rente.
5 Stellen sind in der Wandt Spedition in Braunschweig zu besetzen. Zwar sind Brummis auch im Ausland unterwegs, eine 50- Stunden-Woche ist trotzdem die Regel, denn 80 Prozent der Touren gehen nicht weiter als 300 Kilometer.
Am Mittwochmorgen schaute ein Brummi-Fahrer dumm aus der Wäsche: In der Nacht zuvor war sein ungarischer Sattelzug an der Tank- und Raststätte Nürnberg/Feucht entwendet worden.
Der Fahrer hatte den Sattelzug am Vorabend auf dem besagten Parkplatz der Rastanlage abgestellt, um in einem angrenzenden Hotel zu übernachten. Als er am nächsten Morgen seine Fahrt fortsetzten wollte, bemerkte er, dass Laster gestohlen worden war. Das Gefährt war mit circa 25 Tonnen Kupferkabeln beladen, sodass sich der Schaden auf annähernd 170.000 Euro beläuft. Nun fahndet die Verkehrspolizeiinspektion Feucht nach der magnumfarbenen Zugmaschine der Marke Renault und dem grauen Sattelanhänger von Krone mit ungarischen Kennzeichen.
Die Kriminalpolizei Schwabach hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Wer hat in der vergangenen Nacht verdächtige Wahrnehmungen an der Rastanlage gemacht? Hinweise können beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Rufnummer (0911) 2112-3333 gegeben werden.
Um der Stellplatznot für Lastwagenfahrer abzuhelfen, wird die
Autobahnraststätte Baden-Baden umgebaut. Wie das Regierungspräsidium
Karlsruhe am Dienstag mitteilte, fehlen an den Autobahnen in
Baden-Württemberg rund 1700 Lastwagen-Stellplätze. Jetzt werde
nachgerüstet, unter anderem an der Autobahn 5. Dort rollen seit der
vergangenen Woche die Bagger.
Gerade für Brummi-Fahrer war der Rastplatz lange Zeit ein Ärgernis:
Für sie standen bislang nur 23 Plätze zur Verfügung. Falsch abgestellte
Fahrzeuge wurden vor allem abends und nachts zur Gefahr für andere
Autos. Jetzt sollen auf dem Gelände 121 neue Lastwagen-Stellplätze, 162
Parkplätze für Autos und 28 Busparkplätze entstehen.
Geplant ist
auch die Modernisierung von Tankstelle und Gastronomie. Die Bauarbeiten
sollen insgesamt 7,8 Millionen Euro kosten und dauern voraussichtlich
bis zum Sommer 2013. Während der Baumaßnahmen müssen Verkehrsteilnehmer
mit Beeinträchtigungen rechnen.
Die deutsche Wirtschaft trotzt (noch) der Staatsschulden- und Finanzkrise. Für 2012 rechnet das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln
mit 1,25 Prozent Wachstum. Wie es wirklich kommen wird, weiß keiner.
Der Blick in die Glaskugel ist mit vielen Fragezeichen behaftet.
Logistikwirtschaft hat unzweifelhaft profitiert
Die deutsche Logistikwirtschaft hat von der brummenden Wirtschaft
insbesondere in 2010 und 2011 unzweifelhaft profitiert. So lag der
Gesamtumsatz des Logistikmarktes in Europa im Jahre 2010 bei 930
Milliarden Euro - darunter Deutschland mit dem größten Anteil und einem
Umsatzvolumen von 210 Milliarden Euro, Tendenz wachsend. In 2011 wird
der Logistikmarkt in Deutschland auf insgesamt 220 Milliarden Euro
geschätzt und selbst für 2012 wird ein Volumen von bis zu 230 Milliarden
Euro für möglich gehalten. Die Branche beschäftigt mehr als eine halbe
Million Menschen. 60 Prozent der Betriebe verfügen über bis zu 50
Mitarbeiter, nur elf Prozent über mehr als 200 Beschäftigte. Selbst
Großunternehmen der Speditionsbranche sind mit ihren Filialsystem
dezentral organisiert. Insbesondere die regionalen Produktions- und
Verbrauchsstrukturen prägen die Betriebsgrößen der Branche.
Der
wirtschaftliche Erfolg der Speditionsbranche zeigt sich an der sinkenden
Insolvenzquote. Sie fiel im ersten Halbjahr 2011 um fast 17 Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aus Sicht des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes e.V.
(DSLV) ist das Marktpotenzial im Bereich der Kontraktlogistik besonders
erfreulich. Ihr Marktvolumen ist in Europa seit 2008 von 370 bis heute
auf 381 Milliarden Euro gestiegen. Davon wurde bislang erst ein Viertel,
nämlich 95 Milliarden Euro, an Logistikdienstleister vergeben. „Es gibt
also noch einiges zu tun für deutsche Speditions- und Logistikfirmen,
von denen sich einige unter den Top 10 der weltweit größten
Kontraktlogistiker bewegen“, so DSLV-Präsident Mathias Krage auf dem DSLV-Unternehmertag im November 2011 in Dresden.
Infrastruktur ist der Schlüssel zum Wohlstand
Krage
wörtlich: „Vor diesem Hintergrund möchte ich wiederholt die hohe
Bedeutung herausstreichen, die eine funktionierende Infrastruktur für
den Wirtschaftsstandort Deutschland besitzt. Die
Hauptproduktionsstandorte unserer Kernbranchen Automobil, Maschinen- und
Anlagenbau sowie der chemischen Industrie liegen nach wie vor in
Deutschland. Das ist so, weil diese Firmen hier eine Infrastruktur
vorfinden, die es so auf der Welt kein zweites Mal gibt. Ich muss
hinzufügen: noch. Denn einige der so genannten Schwellenländer sind
dabei, in Riesenschritten aufzuholen. Wenn wir also weiterhin für
deutsche und internationale Unternehmen als Wirtschaftsstandort
attraktiv bleiben wollen, müssen wir uns bewusst machen, dass unsere
Infrastruktur der Schlüssel zu unserem Wohlstand ist. Ein wertvolles
Pfand, das wir nicht verspielen dürfen.“
Sollten die notwendigen
Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserstraßen nicht getätigt
werden, könnte Deutschland auf einen massiven Verkehrskollaps zusteuern,
warnen Branchenvertreter. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums
wächst das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr bis zum Jahre 2025
um 55 Prozent und in der Verkehrsleistung sogar um 84 Prozent. Was
Infrastruktur und Standortpolitik angeht, will es der DSLV nicht nur bei
dem Ruf nach dem Staat belassen. Auch als Verband könne man einiges zur
Entwicklung der Branche beitragen. Zu nennen sind hier die Aktivitäten
des Vereins zur Förderung des Logistikstandortes Deutschland, zu dessen
Gründungsmitgliedern der DSLV gehört. Der Verein hat bereits im letzten
Jahr gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium die „Logistics Alliance
Germany (LAG)“ ins Leben gerufen. Zusammen mit vierzehn weiteren
Mitgliedern und dem Bundesverkehrsministerium will man jährlich 1,2
Millionen Euro für Marketingzwecke bereitstellen.
Wesentliche
Elemente darin sind die Organisation von Messen und Delegationsreisen
ins Ausland. Gesamtstrategisch will man sich dabei vor allem auf die
USA, Brasilien, die Türkei, China, Japan und Südkorea konzentrieren. Der
Fokus wird auf die besonders logistikrelevanten Branchen wie den
Maschinenbau, die Fahrzeugproduktion, die Elektrotechnik, die Chemie
sowie die Beförderung von Lebensmitteln und Textilprodukten gelegt.
Gefährliche Geschosse: ADAC und Polizei warnen vor Eisplatten auf Lastwage
Milde Temperaturen tagsüber, Frost in der Nacht. „Eine
gefährliche Mischung“, meinen ADAC und Polizei. Denn gerade dieser
Temperaturunterschied könne Wasserlachen auf Dächern von Lastwagen zu
gefährlichen Eisplatten machen. Besonders gefährdet: Anhänger mit
Planendächern. „In den Mulden sammelt sich Wasser, das nachts gefriert“,
erklärt Axel Arnold vom ADAC Südbayern.
Lkw-Fahrer seien diesbezüglich inzwischen zwar deutlich mehr
sensibilisiert. Trotzdem komme es auch auf den Straßen in und um
Kaufbeuren immer wieder vor, dass enorme Gefahr von solchen eisigen
Geschossen ausgehe, sagt Thomas Wegst, Verkehrssachbearbeiter der
Kaufbeurer Polizei.
„Bei Kontrollen wird schon immer mal wieder ein Fahrer erwischt, der
sich nicht um das Dach seines Fahrzeugs gekümmert hat und mit riesigen
Eisplatten herumfährt“, meint Wegst weiter. Gezielt könne man mögliche
Verstöße zwar nicht kontrollieren. „Aber wenn man es schon von Weitem
erkennt oder beim Hinterherfahren bemerkt, wird der Fahrer natürlich
angehalten und darauf hingewiesen“, erklärt der Polizist.
Verantwortung liegt beim Fahrer
Vor allem bei unebenem Belag oder bei höherer Geschwindigkeit, wenn
der Fahrtwind unter die Eisplatten greift und sie unkontrolliert abheben
lässt, ist das Risiko für den nachfolgenden Verkehr besonders groß.
Kommt es als Folge zu einem Unfall, liege die Verantwortung beim Lenker
des Lastwagens, heißt es seitens des ADAC.
Solche Unfälle, erzählt Wegst, gebe es auch in und um Kaufbeuren des
Öfteren. Meist bleibe es aber bei Sachschäden, verletzt sei dadurch in
den vergangenen Monaten kein Verkehrsteilnehmer worden.
Laut Straßenverkehrsordnung muss der Lkw-Fahrer dafür sorgen, dass
sein Fahrzeug bei Beginn der Fahrt verkehrssicher ist. Das, so Wegst,
sei mitunter mühsam, aber eben Pflicht. Bei Verstößen gegen diese
Sorgfaltspflicht drohen ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro sowie drei
Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei.
Sind tatsächlich auch Personenschäden zu
beklagen, kann gegen den Fahrer sogar wegen fahrlässiger
Körperverletzung ermittelt werden. Arnold: „Lastwagenhalter und
Speditionen sind ebenso in der Pflicht, die Gefahr zu bannen.
Beispielsweise durch den Einbau von aufblasbaren Zwischenböden auf
Hartdächern, die eine Eisschicht dort lösen können.“
Und was wird Autofahrern geraten, die gefährdet werden? Ausreichend
Abstand einhalten, meint Arnold. Und zwar schon dann, wenn erste
kleinere Eiskristalle auf die Windschutzscheibe geschleudert werden.
Denn sie seien Vorboten größerer Platten.
Normalerweise fallen diese 20 bis 50 Meter hinter dem Lastwagen auf die
Straße. „Ausweichmanöver sind daher schwierig und gefährlich, da die
Eisgeschosse schnell die Richtung ändern“, sagt Arnold.
Auch Wegst rät zu Aufmerksamkeit: „Wenn man
tatsächlich durch umherfliegende Eisplatten in Gefahr gebracht worden
ist, sollte man sich das Kennzeichen des Lastwagens notieren und der
Polizei melden.
Von Montag an dürfen Lkws nur noch den rechten
Fahrstreifen auf der Köhlbrandbrücke nutzen. Damit soll das Bauwerk in
der Hansestadt geschützt werden.
Vor der Köhlbrandbrücke werden sich künftig lange Lkw-Schlangen bilden,
aber Pkws können etwas schneller durch das Nadelöhr schlüpfen. Die
Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) verhängt nämlich ein
Überholverbot für Laster für das in die Jahre gekommene Bauwerk. Dieses
gilt zukünftig in beiden Richtungen jeweils von der Einmündung der
Breslauer Straße bis zur Mitte der Westrampe. Ab kommenden Montag dürfen
Lastwagen hier ausschließlich den rechten Fahrstreifen nutzen, kündigte
HPA-Geschäftsführer Jens Meier am Donnerstag an.
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
Da Lkws demnächst nur noch
die rechte Spur benutzten dürfen, könnte es für die Brummifahrer eng
werden
ADAC begrüßt die neue Regelung
Er begründete die neue Regelung mit der zunehmenden Verkehrsdichte und
der steigenden Anzahl sehr schwerer Transporte, die täglich über die
Brücke fahren. Messungen der HPA hätten ergeben, dass die Belastung der
Köhlbrandbrücke weit über den bisherigen Annahmen liegt. Die Brücke sei
nach Bemessungsvorschriften der späten 60er-Jahre gebaut worden, die den
heutigen Belastungen nicht mehr Rechnung tragen. „Allein von April bis
Oktober vergangenen Jahres haben insgesamt 3,7 Millionen Fahrzeuge mit
einem Gesamtgewicht von 27 Millionen Tonnen die Brücke überquert“, sagte
Meier. Nur 19 Prozent davon seien Lkws gewesen. „Deren Anteil am
Gesamtgewicht lag aber bei 57 Prozent.“ Das sei gewaltig. Damit die
Brücke noch möglichst lang erhalten bleiben kann, habe sich die HPA für
das Überholverbot entschieden.
Der ADAC begrüßte die Ankündigung. „Wir haben auf der Köhlbrandbrücke
eine latent hohe Unfallgefährdung“, sagte Matthias Schmitting vom ADAC
Hansa. „Neben dem großen Verkehrsaufkommen kämpfen die Lkw-Fahrer wegen
der hohen Lage der Brücke mit Seitenwinden. Zudem gibt es keinen
Standstreifen.“ Da sei es sicherer, wenn sich die Fahrer nur noch auf
eine Spur konzentrieren müssen, so Schmitting. Die Blechschlange werde
dadurch insgesamt länger, gab der Experte zu. Deshalb fordere der ADAC
ein Konzept zur Reduzierung der zahllosen Containerumfuhren im Hamburger
Hafen. „Diese machen nämlich die Hauptbelastung auf der Köhlbrandbrücke
aus.“
200 Millionen Euro für den Hamburger Hafen
Im laufenden Jahr investiert die HPA knapp 200 Millionen Euro in den
Hamburger Hafen, zum Beispiel in den Umbau der Nautischen Zentrale.
Terminals und Lotsen, Schlepper und Festmacher sollen hier in einem
System zusammengefasst werden. „Im Herbst erwarten wir das erste Schiff
mit 16.000 Standardcontainern“, sagte HPA-Chef Meier.
Foto: dpa/DPA
Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority
(HPA), begründete das Überholverbot mit der hohen Belastung der
Köhlbrandbrücke durch schwere Lkws
Das werde schon jetzt am Simulator geübt, um einen sicheren Einlauf zu
gewährleisten. „Gemeinsam mit der Hafenwirtschaft wollen wir unsere
Position als einer der führenden Häfen bei Geschwindigkeit, Qualität und
Sicherheit festigen“, sagte Meier.
Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) kündigte an, dass in den
kommenden Monaten viele Entscheidungen anstehen, die die Weichenstellung
für die ökonomische und ökologische Entwicklung des Hamburger Hafens
vorbereiten sollen. Dazu zählte er den Hafenentwicklungsplan
verschiedene Verkehrs- und Infrastrukturprojekte, die Versorgung von
Schiffen mit Landstrom und Flüssiggas sowie die Einigung über die
Elbvertiefung.
Horch zeigte sich zuversichtlich, dass das Einvernehmen der
Nachbarländer mit diesem Projekt innerhalb der Gesetzesfrist bis Ende
März hergestellt werden kann. „Wir sind jeden Tag in konstruktiven
Gesprächen“, so der Senator. Über die Einzelheiten sei Stillschweigen
vereinbart worden. Horch kündete zudem an, den Hafendialog zu einer
Dauereinrichtung machen.
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