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  1. #1

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    Standard Geteilte Ladung

    Bigfoot, hast du mir zwar schon vor einigen Jahren erklärt, ich muß aber nochmal fragen. Unter bestimten Umständen ist geteilte Ladung erlaubt. Jetzt habe ich so einen Beispiel:
    Wegen einer lange Ladung muß eine teleskopierbare Fahrzeugkombination eingesetzt werden. Mit einem Teil werden sowieso 40 Tonnen überschritten, also muß es auch mehr ''Räder'' haben. Kann man dann ein zweites Teil dazu laden, so, dass man das max. Gewicht der Kombination ausnutzt, unter der Einhaltung 4m Höhe?
    Und die zweite Frage ist, werden auch LKW mit Anhänger für breite Ladungen benutzt. Also 18,75m Länge, nur auf dem Anhänger ist manchmal Überhang, darf es sein? Es sind bis 40 Tonnen Ladungen, zwei Teile.

  2. #2

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    jena
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    Standard

    Soweit ich weiß, darf ein Sondertransport geteilte Ladung nur befördern, wenn der kleinere Teil der Ladung zehn Prozent der Gesamtmasse der Ladung nicht überschreitet. D.h., wenn du als Beispiel nen Bagger von 30t lädst und zusätzlich die Schaufel separat, darf das Ding nicht mehr als drei Tonnen wiegen.
    Inwieweit so etwas noch per Ausnahmegenehmigung geändert werden kann, ist mir im Einzelnen nicht bekannt, dafür bin ich wohl auch schon zu lange raus aus der Materie. Aber Genaueres dazu sollte in der Transportgenehmigung stehen.

  3. #3

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    Hallo Helena,

    mal sehen, ob ich dass Thema "erlaubte teilbare Ladung" so darstellen kann, dass alle möglichen Fälle enthalten sind:
    1. Langmaterial
    Transportiert ein Fahrzeug ein oder mehrere zu lange Ladungsteile (z.B. 20 m lange Kunststoffrohre), dann darf weitere Ladung (egal was) zugeladen werden bis 40 t Gesamtgewicht ausgeschöpft sind. Die Hauptladung muss dabei 50 % des Ladungsgewichtes haben. Durch die Zuladung darf keine weitere Ausnahmegenehmigung (Breite, Höhe, Gewicht) erforderlich werden.
    2. Breite Güter
    Beim Transport breiter Güter (Kiste 5 x 5 m - 2,50 m hoch) darf zunächst erst einmal das Fahrzeug nicht länger sein als es die Ladung erfordert. Für unsere Kiste reicht also ein normales Fahrzeug. Zu der Kiste kann bis zum Erreichen der Gewichtsgrenze von 40 t auf dem Standardsattel eine zweite Kiste ähnlicher Größe oder andere, beliebige Ladung geladen werden. Auch hier gilt: Durch die Zuladung darf keine weitere Ausnahmegenehmigung (Länge, Höhe, Gewicht) erforderlich werden.

    Diese beiden Regeln dienen der wirtschaftlichen Ausnutzung des möglichen Transportvolumens im Bereich bis 40 t. Die 50 % Regelung für Langmaterial soll verhindern, dass ein Schlitzohr einen 25 m Besenstiel durch die Gegend fährt und dass restliche Volumen (etwa doppelte Kapazität zum Sattelzug) mit leichter Ladung füllt.

    3. Zubehör zu unteilbarer Ladung
    Hier geht es schon um echte Schwertransporte (schwerer 40 t). Erlaubt sind 10 % zusätzlich - gerechnet auf das Gewicht der Hauptladung. Wird z.B. ein Bagger mit 60 t transportiert, dürfen 6 t zugeladen werden. Diese Zuladung darf unendlich teilbar sein (mehrere Anbauteile z.B.). Das genehmigte Gesamtgewicht des Schwerttransports beeinhaltet diese Zuladung. Durch die Zuladung dürfen keine weiteren Genehmigungen erforderlich werden (Höhe, Breite).
    Die Erfahrung zeigt, dass oft durch die Zuladung das genehmigte Gewicht überschritten wird: Der Auftraggeber teilt dem Transporteur nur das Grundgewicht der Maschine mit. Der beantragt Grundgewicht + Leergewichte seiner Kombination.

    4. Sonderfall Nordrhein - Westfalen
    In NRW dürfen Betonfertigteile (ich glaube bis 60 t) als teilbare Ladung transportiert werden. Dass stammt noch aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg: Damals hatte der Wiederaufbau absolute Priorität - und ist offensichtlich bis heute nicht abgeschlossen.

    5. Kranballast und -zubehör
    Kranballast darf in ganz D im Rahmen der erteilten 70/29 iger als teilbare Ladung gefahren werden. Frührer mussten diese Fahrzeuge im Konvoi mit dem Kran fahren. Das gibt es heute nicht mehr.
    Diese Regelung soll den Rattenschwanz gerade an großen Mobilkränen (mehrere 100 t Ballast und Zubehör) etwas verringern und stellt marktwirtschaftlich kein Problem dar weil die meisten Fa. ihren Ballast sowieso als Werksverkehr transportieren und somit nicht im Wettbewerb mit anderen Fa. stehen.

    Deine Frage bezüglich des LKW mit Anhänger (18,75 m) verstehe ich so, dass auf Zugfahrzeug und Anhänger jeweils ein zu breites Ladungsteil befördert wird. Das Ladungsteil am Anhänger steht hinten über.
    Kein Problem. Allerdings ist ohne zusätzliche Genehmigung nur ein Ladungsüberhang von 1,50 m - bei Transportstrecken bis 100 km 2,00 m (!!) zulässig.
    Die 2,00 m ergeben sich aus § 22 StVO: Fahrzeug oder Zug darf samt Ladung nicht länger als 20,75 m sein.

    Gruß aus Berlin
    Bigfoot
    Geändert von Bigfoot (22.02.2011 um 23:53 Uhr)

  4. #4

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    Vielen Dank Bigfoot, super Antwort. Zu dieser Sache:

    Zitat Zitat von Bigfoot Beitrag anzeigen
    Deine Frage bezüglich des LKW mit Anhänger (18,75 m) verstehe ich so, dass auf Zugfahrzeug und Anhänger jeweils ein zu breites Ladungsteil befördert wird. Das Ladungsteil am Anhänger steht hinten über.
    Kein Problem. Allerdings ist ohne zusätzliche Genehmigung nur ein Ladungsüberhang von 1,50 m - bei Transportstrecken bis 100 km 2,00 m (!!) zulässig.
    Die 2,00 m ergeben sich aus § 22 StVO: Fahrzeug oder Zug darf samt Ladung nicht länger als 20,75 m sein.
    Sollen wir dann die Genehmigung mit Überhang, oder ohne beantragen? Also Leerfahrt 18,75, Lastfahrt 20,25 wäre dann logisch, mit 1,5 Überhang? Und dann sollte in der Genehmigung kein Spruch über geteilte Ladung auftauchen?



    Dieser Transport ist 46T, 4x Stahlkonstruktion drauf, über 700 km mit Polizeibegleitung ganze Strecke. Ich habe nicht geglaubt, dass wir ins Ziel so ankommen, Glück gehabt!!!!!

  5. #5

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    Zitat Zitat von Helena Beitrag anzeigen
    Vielen Dank Bigfoot, super Antwort.
    Danke!
    Sollen wir dann die Genehmigung mit Überhang, oder ohne beantragen? Also Leerfahrt 18,75, Lastfahrt 20,25 wäre dann logisch, mit 1,5 Überhang? Und dann sollte in der Genehmigung kein Spruch über geteilte Ladung auftauchen?
    Eine "Ausnahmegenehmigung" (egal ob § 29/46 StVO oder § 70 StVZO) ist nur erforderlich, wenn man eine "Ausnahme" darstellt: Also immer dann, wenn die Grundregeln der StVO / StVZO nicht eingehalten werden.
    Im Falle des LKW mit Anhänger (18,75m) brauchst du:
    - eine 46 iger bei seitlichem Ladungsüberhang (egal wieviele Ladungsteile auf Zugf. und Anhänger stehen (max. jedoch 40 t)
    - eine 46 iger wenn die Ladung hinten bei Transportstrecken über (!) 100 km mehr als 1,50 m übersteht.
    "Teilbare Ladung" wird im Antrag zur Genehmigung nicht erwähnt weil sich die Zulässigkeit innerhalb bestimmter Grenzen bereits aus den allgemeinen "Auflagen und Bedingungen" ergibt. Darüber hinaus ist teilbare Ladung grundsätzlich nicht genehmigungsfähig.
    Dieser Transport ist 46T, 4x Stahlkonstruktion drauf, über 700 km mit Polizeibegleitung ganze Strecke. Ich habe nicht geglaubt, dass wir ins Ziel so ankommen, Glück gehabt!!!!!
    Das würde ich auch so sehen.
    Je nach bearbeitender Polizeidienststelle wäre dann auch ein Verfallsverfahren gegen den Unternehmer einzuleiten. In diesem Fall läge die zu zahlende Summe bei etwa 1500,-€.
    Wir machen sowas ....

  6. #6

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    Der zweite Transport hatte 5,95m Breite, sonst nichts, die Genehmigung war auf 16,5 m Länge beantragt. Der war aber mit ca 0,5m Überhang beladen, also hätten wir deswegen keine Probleme bekommen. Das hat mir nämlich auch Sorgen gemacht.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Helena Beitrag anzeigen
    ...also hätten wir deswegen keine Probleme bekommen.
    Nöö. Es soll aber auch schon bei Ladungsüberhang nach einer 70iger gefragt wurden sein ...
    Ich mach´ jetzt deinen Karton auf ....

  8. #8

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    Bigfoot, deine Meinung würde mich interessieren .


  9. #9

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    Du möchtest zwar meine Meinung nicht hören aber das ist zu 100% teilbare Ladung. Das Fahrzeug selber hat schon bummelige 55- 60to Eigengewicht. Dann kommt noch der Aspekt LaSi dazu. Das teil kann man nicht einfach auf eine Baggerbrücke legen.

    War die Firma nicht erst 45 Tage in Dillenburg stillgelegt weil sie mit 148to ohne Genehmigungen unterwegs war?

  10. #10

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    Zitat Zitat von Helena Beitrag anzeigen
    Bigfoot, deine Meinung würde mich interessieren.
    Bin sprachlos. Den Rest hat Jens gesagt.
    Lediglich hinsichtlich der LaSi möchte ich kein Urteil abgeben - dafür sehe ich zu wenig.

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